GALERIE LINDNER A-1060 WIEN SCHMALZHOFGASSE 13/3 Telefon und Fax (+43 1) 913 44 58 galerie.lindner@teleweb.at www.galerie-lindner.at www.kunstnet.at/lindner Wien, im Oktober 2004 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Galerie, anlässlich des Monats der Fotografie, der gleichzeitig in Berlin, Paris und Wien stattfindet, zeigen wir die neuesten Arbeiten des 1969 in Hindelang geborenen Künstlers Hubert Blanz. Blanz war im Jahr 2000 einer der Preisträger des Römerquellewettbewerbes für künstlerische Fotografie. Wolfgang Fiel schreibt in seinem Text `Magie des Augen-Blicks´ über die neuesten Arbeiten: Bei seiner Arbeit `Frigolite Elemente´ greift Blanz auf ein Motiv moderner Stadtplanung zurück, die mit ihrem dualistischen Dispositiv der verdichteten Skyline vor dem Prospekt eines mehr oder weniger unberührten Landschaftsraums der Utopie einer menschengerechten Balance zwischen Stadt und Natur entspricht. Ausgangsmaterial für die Konstruktion entsprechender Szenarien ist dabei diverses Verpackungsmaterial aus extrudiertem Polystyrol (`frigolite´ Elemente), das aus allen möglichen Perspektiven photografisch erfasst und anschließend im Simulationsraum eines fiktiven Akteurs montiert wird. Dieser blickt wie in den Abbildungen Le Corbusiers (1) aus einem leicht überhöhten und neutralen Standpunkt gegen die Skyline einer Stadt, die sich beispielsweise aus dem spezifischen Erscheinungsbild einer ondulierenden Wasseroberfläche oder dem ausgetrockneten aschgrauen Boden einer Tongrube erhebt (Verortung mittels Angabe der entsprechenden Höhen- und Breitengrade). Trotz der minutiösen Komposition des Wechselspiels unterschiedlicher Volumen und dem Grad ihrer plastischen Ausprägung entsteht das Paradox, dass die Übergänge zwischen Grund und Körper in pittoresker Weise diffus erscheinen und sich damit die Entstehungsgesetze des Bildraums einer unmittelbaren Entschlüsselung entziehen. „In dem Moment, wo ich glaube, eine magische Erfahrung erklären zu können, bleibt das Problem bestehen; denn ich erkläre nicht die magische Erfahrung, sondern nur irgendein Gebilde, welches vielleicht dazu führen könnte, diese magische Erfahrung zu haben.” (2) (1) Eine Stadt der Gegenwart in `Le Corbusier, Der Städtebau´, S. 201-207, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, 1979. (2) Zitat Heinz von Foerster in `Teil der Welt´, S. 33, Carl-Auer-Systeme Verlag, Heidelberg, 2002. Die offizielle Eröffnung des Monats der Fotografie findet am 4. 11. 2004 um 18.00 Uhr im Wien Museum statt. Zu der in Wien stattfindenden Ausstellungen erscheint ein Katalog, in dem alle ausstellenden Künstler mit Arbeiten vertreten sind. Der Katalog wird in der Galerie erhältlich sein. AUSSTELLUNGSHINWEISE HELLMUT BRUCH, JOSEF LINSCHINGER 24. 10. – 21. 11. 2004, Galerie Martin Wörn (E), Sulzburg bei Freiburg, D HEINZ GAPPMAYR, JOSEF LINSCHINGER 14. 10. – 13. 1. 2005, „Poesia totale“ (G), Studio Brescia Arte Contemporane, Brescia, I HEINZ GAPPMAYR, REINHARD ROY 15. 10. – 10. 12. 2004 „a priori“ (G), Galerie Dorothea van der Koelen, Venedig, I 23. 10. – 20. 12. 2004 „a priori“ (G), Galerie Dorothea van der Koelen, Mainz, D HEINER THIEL 6. 11. – 28. 11. 2004, „Linie – Fläche – Farbe – Raum“ (E), Künstlerhaus Metternich, Koblenz, D KUNST AM BAU Auf unserer Homepage sehen Sie neuen Kunst am Bau Arbeiten von Hellmut Bruch, Wandgestaltung an einem Kraftwerk in Leibstadt/Rhein, CH und von Gerhard Frömel, Lichtobjekt „Belichtung“ am Stifterhaus in Linz. GALLERYNIGHT Die schon traditionelle Gallerynight der Galerien im 6. und 7. Bezirk findet am 24. November von 18.00 – 23.00 Uhr statt. Wir zeigen Videos von Hubert Blanz Auf ein baldiges Wiedersehen freuen sich Linde und Peter Lindner