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Max Ernst. Traumwirklichkeit

30.07.2016 - 28.08.2016

Galerie Salis, Salzburg / Österreich

Die Sommerausstellung in den erweiterten Galeriera¨umen von Thomas Salis art & design versammelt in diesem Jahr eine exquisite Auswahl von Werken von Max Ernst, dem Meister visiona¨rer Wahrnehmung. Die Verfremdung des Allta¨glichen und die Inszenierung des U¨bernatu¨rlichen, Unerkla¨rlichen, Wunsch- und Wahnhaften – oft gebrochen durch Ironie – charakterisieren seine Motive. Die zugleich versto¨rende und verzaubernde Kraft seiner Werke entfaltet sich aus der Poesie des Irrationalen zu einem einzigartigen Kosmos der Zeichen, intensiv und zeitlos in Wirkung und Bedeutung....

1891 im deutschen Bru¨hl geboren wa¨hlt der Maler, Bildhauer, Zeichner und Dichter im Kontext mit seiner Ablehnung gegen das Hierarchische, gegen Krieg und Verfolgung seinen Weg als bahnbrechender Vertreter von Dadaismus und Surrealismus. Max Ernsts Weltanschauung lehnt die Kontrolle der Vernunft ab – an die Stelle der realen Außenwelt tritt in seiner Kunstsprache die seelische Realita¨t in Traum, Fantasie, Assoziativem, Automatis- mus und dem Unbewussten. Fru¨h u¨berwindet Max Ernst konventionelle ku¨nstlerische Tech- niken und wendet sich konsequent der Anwendung experimentell-revolutiona¨rer, selbst erfundener Arbeitsmethoden zu: U¨bermalungen, Collage, Frottage (eine Abreibe-Technik zur Oberfa¨chenbehandlung von Bleistiftarbeiten), Grattage (das fu¨r die Malerei ada¨quate Verfahren), De´calcomanie (der Abklatsch von O¨lfarben zwischen zwei Schichten) und Oszillation (Dripping) ero¨ffnen Mo¨glichkeiten zur systematischen Eroberung von Bereichen »jenseits der Malerei« (Max Ernst), erlauben neue Interpretation von Gegensta¨nden und Strukturen seines Umfelds.

Die Ausstellung am Mozartplatz pra¨sentiert Arbeiten in verschiedenen ku¨nstlerischen Verfahren aus allen Scha ensperioden des Ku¨nstlers. Besonders hervorzuheben sind die seltenen fru¨hen Arbeiten Oiseau en cage sur fond noir, 1923/24, Colombe, 1926 und Figure zoomorphe, 1928 sowie die Bronze-Skulptur Masque aux yeux ronds aus den Jahren 1938/39.

»Wie mein Leben, so ist auch mein Werk: nicht harmonisch im Sinne der klassischen Komponisten, nicht einmal im Sinne der klassischen Revolutiona¨re. Aufru¨hrerisch, ungleichma¨ßig, widerspru¨chlich, ist es fu¨r die Spezialisten der Kunst, der Kultur, des Benehmens, der Logik, der Moral unannehmbar.« —Max Ernst

[Quelle: thomassalis.com]

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