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Rechnen Sie nicht mit mir

Einladung: Rechnen Sie nicht mit mir. 2018

24.04.2018 - 26.05.2018

Galerie Crone Wien, Wien / Österreich

Gezeigt werden Werke von Hanne Darboven, Rudolf Polanszky und Andreas Straub. Alle drei Künstler haben früh begonnen, Zahlen und Mathematik in ihr künstlerisches Werk einfließen zu lassen. Rechnerische und numerische Prozesse prägen ihr Schaffen und bilden die Basis ihrer Arbeiten. Sie dienen zur Visualisierung und Kontextualisierung komplexer Zusammenhänge, aber auch zur Abstraktion und Konkretisierung gegebener Realitäten, je nach Lage der Dinge. Die Faszination an den logischen, naturwissenschaftlichen Grundlagen von Zahlensystemen und Mathematik steht dabei ebenso im Vordergrund wie die Wirkungsmacht, die solche Zahlensysteme durch ihre Undurchschaubarkeit und mythische Deutung entfalten können....

Daten, Statistiken, Preise, Prozente - Zahlen beherrschen unser Leben, unseren Alltag, aber auch unsere Vorstellung von Zeit und Raum. In einem Zeitalter, in dem Software-Systeme sich selbst optimieren und gerade aktuell die Frage nach der Regulierung der Datensicherung gestellt wird, scheinen digitale Algorithmen unser Leben fest im Griff haben.

In der Kunst beruht die Auseinandersetzung mit der Mathematik auf einer langen Tradition. Von der Zentralperspektive in der Renaissance führte die Entwicklung bis hin zu den geometrischen Strukturen des Kubismus oder der stark zurückgenommenen Formensprache der Minimal Art bis heute ins Zeitalter der Digitalisierung.

Die Ausstellung „Rechnen Sie nicht mit mir“ zeigt verschiedene Möglichkeiten auf, sich dem rigiden System der Mathematik auf intuitive Art und Weise anzunähern. Während Rudolf Polanszky in seinen Skulpturen Primzahlen in dreidimensionaler Form umsetzt und so die gängige, lineare Vorstellung des Zahlensystems hinterfragt, widmen sich Andreas Straub und Hanne Darboven in ihren Werken auf akribische Weise dem Thema der Zeit. Straub übersetzt in seinem jüngsten Zyklus, dem Decimal Digit System, Datumsangaben in Zeichnungen, Gemälde oder dreidimensionale Objekte, während Hanne Darboven diese durch die Bildung von Quersummen in Form komplexer und wandfüllender Arbeiten in ein erfahrbares Zahlensystem umwandelt.


COUNT ME OUT

The exhibition comprises works by Hanne Darboven, Rudolf Polanszky and Andreas Straub, three artists who have been incorporating numbers and mathematics into their work since the beginning of their respective careers. Computational and numerical processes shape their works and form the basis of their artistic approaches. They variously serve to visualise and contextualise complex relationships or to formulate abstract and concrete renditions of given realities. Their works betray a fascination with the logical and scientific foundations of numerical systems and mathematics as well as with the power that numerical systems can develop by way of their impenetrable nature and mythical interpretation.

Data, statistics, prices, percentages – numbers dominate our life and our everyday, but also our conception of ??time and space. In an age where software systems are improving themselves and data protection becomes a pressing issue, digital algorithms seem to have a firm grip on our lives.

In the realm of art, the interest in mathematics is based on a long tradition that leads from the central perspective in the Renaissance to the geometric structures of Cubism, the formal reduction of Minimal Art and the ubiquity of digitisation in the present era.

The exhibition "Count me Out" shows artists who intuitively harness the rigid system of mathematics for their own purposes. While Rudolf Polanszky materialises prime numbers in three-dimensional sculptures and thus questions the conventional linear concept of numeral systems, Andreas Straub and Hanne Darboven are focussing on the concept of time. In his latest cycle, Decimal Digit System, Straub translates dates into drawings, paintings or three-dimensional objects, while Darboven lets viewers experience time by creating a numeral system based on cross totals in the form of complex and expansive wall works.

[Quelle: Einladung]

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last modified at 20.08.2018


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