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Monica Bonvicini

Monika Bonvicini. 2006

25.02.2006 - 07.05.2006

Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Leipzig / Deutschland

Die Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig präsentiert die Einzelausstellung von Monica Bonvicini – Preisträgerin des Preises der Neue Nationalgalerie 2005. Für die Ausstellung in der GfZK zeigt Bonvicini neue Arbeiten, u.a. neun großformatigen „Collages“ in schwarzweiß. Sorgfältig gezeichnete Gebäude sind mit Texten kombiniert – kurze statements, ironische Bemerkungen, Zitaten, die über eine unerfüllte Sehnsucht und Frustration erzählen. Hinweise einer unmöglichen Verhältnis zwischen einer für die Ewigkeit zugedachte Architektur und dem vergänglichen menschlichen Leben.... Die Untersuchung der physischen und psychischen Beziehung des Subjekts zu seinem gebauten Umfeld steht im Mittelpunkt Bonvicinis künstlerischen Praxis. Sie thematisiert die Architektur und Städtebau vor als männlichen Domänen und stellt die Raumauffassungen und damit verbundene gemeinhin akzeptierte Kodierungen und Wertvorstellungen in Frage. „Architektur war für mich niemals ein neutraler Raum... Die Architektur ist eine Notwendigkeit, wie die Sprache, ein fundamentales Instrument im Prozess der Identifikation. Architektur und Sprache leisten beide einen Beitrag zum Konstrukt der Geschichte.“, sagt Monica Bonvicini in einem Interview mit Andrea Bowers. Bild (Raum) und Text (Sprache) sind auf einer konzeptionellen und auf einer visuellen Ebene mit einander verbunden. Die Künstlerin verweist darüber hinaus explizit auf räumliche Dominanz und räumliche Beschränkungen durch Verwendung verschiedener Strategien. In einige Arbeiten spielt die Partizipation des Publikums eine sehr wichtige Rolle, während andere Arbeiten eine starke physische und psychologische Wirkung auf die BetrachterInnen ausüben. In anderen Projekten greift sie Klischees von Männlichkeit auf und verschiebt diese ins Lächerliche oder verwendet Elemente, die sadomasochistisch aufgeladen sind. In den Kunstinstallationen Bonvicinis, in denen medialen Bilder, architektonische Elemente, Video und Ready-made Objekte zu sehen sind, verliert der architektonische Raum seine universell angelegte, ideale Konzeption und seine Autorität. Sexualität und Zerstörung werden im Sinne performativer Akte eingesetzt, die vermeintlich festgeschriebene Definitionen und Bedeutungszuschreibungen einer rational angelegten Architekturauffassung und soziale Rollen, die architektonisch präkonfiguriert sind, perforieren, wenn nicht gar auflösen.

(Presseinformation: GFZK Leipzig)

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last modified at 28.02.2006


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