Database > Exhibition / Event > in passing 6 - Chilo Eribenne. Death. identity and four..

in passing 6 - Chilo Eribenne. Death. identity and four show stopping songs / female obsessions. Intimacy intro.

Einladung: in passing 6 - Chilo Eribenne. Death. identity and four show stopping songs / female obse

17.04.2009 - 10.05.2009

Künstlerhaus, Wien / Österreich

Chilo Eribennes Werk konfrontiert mit der Ikonisierung und dem Glamourfaktor von Obsessionen, Rauschzuständen, Extremsituationen sowie dem Zerfall moralischer Wertvorstellungen in unserer Medien und Celebrity Culture. Anlässlich ihrer Ausstellung in der k/haus Passagegalerie produziert Chilo Eribenne Foto- und Videoinstallationen und performt live mit MusikerInnen. Wirft man/Frau den Blick auf die Fotografien, so funktionieren sie in ihrer visuellen Intensität durch allegorische Verweissysteme und Inszenierungen wie Filmstills.... Die Fotografien spielen mit dem kollektiven Unbewussten des Betrachters, lösen in ihm Erinnerungen und Projektionen über den Superstar X, dessen Stellvertreterfunktion und Image aus. Chilo Eribennes Videos thematisieren kritisch die Emotionalisierung und Suggestionsmacht der Entertainment Industrie, unsere Position als Voyeuristen, die Lust am Untergang des anderen und den anhaltenden Hunger nach Gossip, Tod und ewigem Leben.
Der Ausgangspunkt von Chilo Eribennes für die k/haus Passagegalerie produzierten Foto Installationen „Artists in the Shower“ sind berühmte Szenen aus der politischen und sozialen Geschichte, für die Chilo Eribenne als Modelle andere Künstler engagiert. In ihrer De- und Rekontextualisierung aufgegriffener Sujets wie Tod, Mord oder Intrige wird das Werk zur Bühne für einen Imagetransfer in dem der „Leichnam“ anachronistisch als performatives, theatralisches und inszenatorisches Moment eingesetzt wird.
Die erste Fotografie zeigt den österreichischen Maler Florian Schmidt als deutschen Minister Uwe Barschel, der 1987 in einer Badewanne in einem Schweizer Hotel tot aufgefunden wurde. Die Todesursache blieb ungeklärt und sorgte durch mysteriöse Spekulationen für einen medialen Unterhaltungseffekt, der bis heute anhält und einen Mythos schaffte.
Mit dem Thema Tod als Unterhaltungsfaktor befasst sich Chilo Eribenne auch in ihrem 35 mm Film, den sie mit Found Footage Material des berüchtigten amerikanischen Gangsters John Dillinger produziert. Als Hommage an Marco Ferreris Film „Dillinger Is Dead“ (1969) wird der Film auf ein Apothekenglas projieziert, das sich auf einem Podest vor dem Filmscreening befindet. Der Titel „Shooting Dillinger“ spielt mit dem menschlichen Verlangen, sich Souvenirs, Reliquien und Aufnahmen von berühmten Toten anzueignen und damit selbst Kriminelle zu Helden zu stilisieren.

[Quelle: http://www.k-haus.at/]

READ MORE


show all
close all
+
Participants
[6]

No result

+
Archival documents
[2]

     

last modified at 17.08.2011


Art and Research Database - Angewandte/basis wien