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Muhammad Müller. basis.tunnel - Zwischenlager

15.08.2009 - 21.08.2009

GALERIE GRAZY, Graz / Österreich
WERKSTADT GRAZ, Graz / Österreich

Die Ausstellung ZWISCHENLAGER / basis.tunnel / RETTUNGSKOMPLETT versammelt Objekte, Fotomalereien und Videos des langjährigen Projektes basis.tunnel und gibt Einblick in das aktuelle Projekt ZWISCHENLAGER.
Die Ausstellung bietet bis 21. August auch die Möglichkeit für einen "Live-Einstieg" in den Eseltrekk, der mit Start
am Samstag 15. August 2009 10 Uhr (basis.tunnel - Eingang WERKSTADT GRAZ Sporgasse 16)
zum ersten ZWISCHENLAGER auf den Radlpaß führt. Der Eseltrekk wird von 7 EseltreiberInnen und 7 Esel mit speziell ausgestatteten Esel-Tragetaschen und GPS-Gerät (Global Positioning System) so nahe als möglich an der
basis....tunnel - Orientierungslinie in der Zeit vom 15. - 21. August 2009 zwischen Graz und dem Grenzübergang Radlpaß (österreichisch/slowenische Grenze) durchgeführt. Mit dem in Graz aufgeladenen Schürfmaterial aus dem basis.tunnel wird auf dem Radlpass das erste ZWISCHENLAGER errichtet.

[Quelle: Einladung]


ABSICHT
Europa gräbt an seiner Selbstfindungsabsicht
Zwischen der Werkstadt Graz und der Galerie von Slovenj Gradec verläuft der basis.tunnel unter einer Orientierungslinie von 67900 Metern Länge. Der Querschnitt des Tunnels ist so bemessen, dass darin Menschen einander begegnen und Esel umdrehen können. und die Grabarbeiten begannen im Herbst 1425 (2004) von beiden Seiten. Die Fertigstellung des physischen basis.tunnel hängt von vielerlei Umständen ab und kann daher nur berechnet werden. Angenommen, dass von beiden Seiten je ein(e) Grabende Arbeiter Bergarbeiter in einem Monat einen Kubikmeter Material abgräbt, würden 5658 Jahre bis zur Fertigstellung des basis.tunnel vergehen. Bei 10.000 Arbeitslosen GräberInnen reduziert sich die Arbeitszeit auf 1 Jahr. Der noch von Erde und Gestein großteils freizulegende basis.tunnel ist Sinnbild einer bereits geistig stark frequentierten, unterirdischen Verbindung und Sinnbild für das Graben zur optimalen Lebensqualität, wobei die Kelleräume an seinen Enden bereits Bestandteil des basis.tunnel sind. Jede kulturen- und völkerverbindende Unternehmung ist nur so viel wert, wie sie geistige Dimension einbringt und technische Errungenschaften sind Luftblasen für das Grab, wenn sie nicht mit der ständigen Erinnerung an den Schöpfer aller Möglichkeiten durchdrungen sind. Mit der Erforschung der Orientierungslinie, welche in gerader Linie über dem basis.tunnel verläuft, beginnt die Illusion der multikulturellen Identität Europas zu reifen, von der wir so weit entfernt sind wie die Eingänge des basis.tunnel durch Arbeitszeit. Nichts existiert ohne mehrschichtige Entsprechung und so hat nun die Region eine unterirdische Sehenswürdigkeit in Progress und eine Orientierungslinie, also einen geraden Weg, zur ständigen Erinnerung bekommen. Am Ende der Tunnelarbeiten ist die Absicht ihres Beginns vermutlich vergessen.
Muhammad Müller

[Quelle: Einladung]

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