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In den Strassen...Performatives/Sound/Aktion

Einladung: In den Strassen...Performatives/Sound/Aktion. 2010

17.09.2010 - 18.09.2010

Ve.Sch, Verein für Raum und Form in der bildenden Kunst, Wien / Österreich

Ve.Sch stellt sein Programm bewusst sichtbar in die Straße – auf die öffentliche Bühne.
Nicht alles lässt sich dabei von innerhalb nach außen übersetzen. Wir versuchen adäquate Formen dafür zu finden, wie künstlerische Haltungen öffentlich gemacht werden können. Die Auseinandersetzung mit einer lebendigen Kulisse, der Umgebung und einem anderen Publikum – „Uneingeweihte“ werden dabei ebenso angesprochen – ist nicht nur reizvoll.
Neue Potentiale eröffnen sich, die Grenzen möglicher Interventionen sollen neu ausgelotet werden.... Wo diese liegen, wie relevant diese sein mögen, soll erst erfahrbar gemacht werden.
Welche Rolle kommt der Kunst heute zu? Zu leicht kann man sich ihrer, so scheint’s, entledigen, die Freiräume, das Dazwischen, welches es zu entdecken gäbe, haben mit der offensichtlichen Realität oft nichts mehr gemein. Wir öffnen daher ein Fenster, geben unseren Aktionen Transparenz, wissen um unserer Verantwortung und “provozieren” zugleich ...


PROGRAMM

Fr., 17.09. 2010; ab 16h30
18h. Nicolas Jasmin plays DE BOUCLES EN COUPLES
an improvised sound performance for 4 turntables and 400 locked grooves.
20h. Philipp Quehenberger & Didi Kern (Schlagzeug und Synthesizer)
21h.
Louise MacDonald, Marianne Vlaschits, FM Zombiemaus, Christian Falsnaes, Nikolaus Suchentrunk
A performance cannot be reduced to a concept. It has to be done. I know how I would do it, but I am bored of fulfilling my own expectations. Let’s do it together. I don’t know what to expect, but of all joys, the joy of expectation is indeed the biggest.
(...). Katharina Heistinger
Zum Ortstarif abrufbar: 012350618
(...). Hugo Canoilas & Christoph Meier
Both, the proposition of a stage and seats for the event are props. The idea is to amplify certain qualities in these objects.
The artists are using their speciality to grain the objects for performative acts. The stage will host a series of performances, the seats will carry the audience. Both propositions invite others to perform. A group of small objects will hang under the seats. Here they could be understood as a platform to imagine or perform an absurd, social, political or poetic action
(a shoe, a bottle, a stone, a written message). Like those that might happen on stage (a text, a chair, a microphone, a drumset). As the seats their platform will stay at Ve.sch. In the merge of not acting, Meier and Canoilas create a something natural to happen ...
(...). Die Geschichte eines Kunstwerks erzählt von Lazar Lyutakov
22h. Die Galerien Andreas Huber, Winiarzyk & Momentum klingen im Ve.Sch nach ihren Eröffnungen aus.


Sa., 18.09. 2010; ab 14h30
(...). Christoph Hinterhuber, , 2010, Digitalprint, Plane, 200 x 1000 cm
15h. Ludwig Kittinger & Fernando Mesquita
Grafting is a method of asexual plant propagation where tissues of one plant are encouraged to fuse with those of another. In most cases one plant is selected for its roots, called the stock, another plant for its stem, leaves, flowers or fruits. Another common form is called budding, a dormant side bud is grafted on the stem of another stock plant and is encouraged to grow by cutting out the stem above the new bud. The Noumenon, the thing in itself, is a positioned object or event that is independent of the senses. It classically refers to an object of human inquiry, understanding or cognition. As a concept it has much in common with objectivity.
In the beginning there was... no. Since long time we have been... no. I shall begin by referring to one of my... no. And so... on. I will start this text saying that:
There is no way back. Not so long time ago the idea of repetition is having an important role in the way i look to creation. The ordinary things. In all daily life and in most of all common persons with different activities. From fishermen to taxi drivers, from butchers to garbage collectors, from postmen to housekeepers, and so on. Surrounded by repeated gestures, fragrances, landscapes, echos and palates. Admitting that in repetition is attached the idea of similarity, gives to all the context a nuance, that in this timeline of successive happenings of repetitions a subtle difference is present. Lets say that the exponent of this subtle difference in all daily life could be named as Accident. - What a Fuck, I cut my finger!!- shout it loud the butcher in his very beginning of the day in his empty shop;
- I have to apologize, sincerely... says Brigitte. - But what happened? Tell me?... asked Frau Maria von Alpes, looking to her terrified face.
- I broke your most favorite piece of porcelain! starting to cry in the middle of her exclamation; - This motherfucker didn‘t see the red light!!?
- the taxi driver thinking loud after crashing his car into another car, while driving his client to a certain destine;
(and in all the other activities there are also some surprising things that happen from time to time to make this subtle difference, different) Looking to Nature, in all its own different realms and/or
categories, this repetition is also present, from broccoli to sun flowers, from the elliptical movement of the planets/galaxies to wind/water torrents, from the birth‘s nest to deer‘s horns.
Repeating, or repetition, is part of all the process to achieve and recognize,(in all bio-logical environment) the difference. A constant Avantgarde not just in the human specie but in all that is Natural.
The Accident is part of the same story. Vienna, 25th of August, 2010.
17h. Baptiste Elbaz & Konrad Kager
studierten bei Manfred Pernice an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Initiativ für die künstlerische Zusammenarbeit war das 2008 gemeinsam realisierte Ausstellungsprojekt Pigalle, das sich als Raumintervention mit der Annäherung von architektonischen und performativen Elementen auseinandersetzte: unter Einbeziehung verschiedener Materialen, Lichtinstallationen usw. wurden die Räume umkonstruiert, um so zum Interventions-Vehikel für die geladenen Künstler zu werden. Der dabei gewonnene Erfahrungswert im Sinne eines Ausbruchs aus perspektivisch monotoner „White Cube Gangart“ motivierte spätere und unabhängig entstandene Arbeiten und Performances, die innerhalb der letzten zwei Jahre vermehrt im Rahmen des Residence Palace Projekts zu sehen waren. 2010 realisierten die beiden ihr jüngstes Konzept in Kooperation mit der Galerie Dana Charkasi im Rahmen von curated by_vienna in der Gruppenausstellung FILMIKI. Unter dem Titel Quasi Charkasi wurde ein „Essen“ in einem im selben Gebäudekomplex liegenden Restaurant (Griechenbeisl) zum Mittelpunkt einer vierstündigen Performance: mit wechselnden Charakteren as man sich dabei durch die Speisekarte, während in der Galerie die Live-Projektion zu sehen war. Ein Pizza-Bote brachte den Zuschauern Essen.
Den Speiseraum füllten neben den geladenen türkischen Musikern mit traditionellen Instrumenten, Freunden und Besuchern, die Galeristin selbst und letztlich der als Goldener Ritter auftretende Pawel Althamer, der die Ausstellung kuratierte.
(...). Nicola Brunnhuber
ja, es [...]. (dorthin gleich mal ‚bist‘?: ja es bist.) obschon sacht, sacht, sacht
19h. Albert Mayr
20h. Johann Neumeister
21h. bastian wilplinger, erol nowak, daniel benedek mit band, & die saubere kapitalistin
HEREINSPAZIERT! HEREINSPAZIERT! SENSATIONEN! ATTRAKTIONEN! Die Vorschau / Die Ankündingung: Bald in diesem Haus. Ein Abend ohne Netz und doppelten Boden. ”DAS GRAUEN! DAS GRAUEN!“ im jahre pschpschpsch ward der junge siegfried geboren und, da er gewahr wurde von schwarzglänzenden recken auf eisernen rössern, übte er sogleich seinen dienst am vaterlande / und da er fleißig war und gut, wurde er als wächter genommen von den anderen, noch größeren recken / als er dessen überdrüssig wurde, ging er auf eine lange reise in das herz der finsternis . . . als seltsamer gast: die einzigartige kapitalistin!
(...). Michaela Moscouw , DVD-2010, farbe, s/w, ton, text, 475min.
noch nie ein wo. semperitschlauch. altbrot-von-lidl. foliirtes gruen. lufft-pols-teur. jeetje. pryn-zul. kaltblau. wasser und brot. ballonia. tixo-la-monster. testpilot.
kasten in ein kon. durgol. mit der trommel. coldworks 15. dii-fla-cheu. imzak. achterband. batist. tuet tuet tu. babagamigedege. buerstenarbeit. candy. erty. lacul. lacurul.
lubberland. pa-die-ba. meeleven. nasenbrot. kikkers. lovely-lidl.
(...). Screening „Cockaigne d’Or“, 2010; Ein Tanzfilm von Marianne Vlaschits


So., 19.09. 2010; ab 14h30
16h. Jakob Lena Knebl
In meinen arbeiten setze ich mich mit unterschiedlichen disziplinen und medien auseinander, soziokulturelle normierungen, identitaeten, wahrnehmungsmuster und deren transformationsmoeglichkeiten sind wiederkehrende themen. charakteristisch fuer meine projekte ist das einsetzen von humor als tool. fuer das ve.sch werde ich eine neue performance entwickeln wobei mir schon allein beim gedanken, auf einer buehne, auf der strasse etwas zu machen ganz anders wird...
17h.30 Linda Samaraweerová
Bezugnehmend auf die mittelalterliche Tradition der Heldenlieder – der chansons de geste – deren Merkmal das inhaltliche wie formale Spiel mit Originalität und Variation ist, erweitert diese Performance die dort angelegten Motive von Ereignis und Wiederholung und weitet sie auf eine gegenwärtige (westliche) Gesellschaft und ihre Wahrnehmungs- und Erzählmechanismen aus.
Modellhafte persönliche Lebensentwürfe, gesellschaftssystemeigene, vertrauenerweckende Mechanismen und global entworfene Vorstellungen werden hier gelebt und gegeneinander ausgespielt, um der absoluten Wahrheit, die im Allgemeinen dem Mythos und den Helden sowie deren Handlungen und Absichten vorauseilen, ein – wie es nur sein kann – zweifelhaftes, verwobenes und vielleicht nur in Ansätzen zutreffendes Denkmal zu setzen.
Konzept: Linda Samaraweerová, Karl Karner, Textteile: Lena Wicke Aengenheyster>
19h. Roberta Lima & Robert Pawliczek (ANTCAR)
LINEAR ist eine “Site-Spezifische-Installation” von Roberta Lima, konzipiert als Hommage an einige Ihrer vergangenen Arbeiten, sowie instandhaltung des Diskurses zwischen Körper und Raum im Zusammenhang mit Gender-Theorien** sowie zeitgemäßen architektonischen Fragestellungen. Unterstüzt wird die Idee durch einige erweiterte Möglichkeiten natürliche Ereignisse mit digitale Medien im visuellen und akustischen Bereich darzustellen und direkt zu materialisieren. In Kooperation mit Robert C. A. Pawliczek wird ein Dialog aufbereitet, der eine “Appropriation”, eine Überlieferung oder Weiterleitung von Limas blutigen ‘Aufgabe’ metaphorisch inszeniert und provoziert. Als gegenüberstehendes Element soll die Manifestierung und Unmittelbarkeit der Architektur dienen.
Die Reaktion der Betrachter und Beteiligten Identitäten, als auch die Rolle der Straßenkunst im Duett mit Gallerie und Ausstellungsraum liegen des Weiteren im Interesse der beiden Künstler.
Dabei tauchen altbekannte und zitierte Begriffe wie ‘Intervension’, ‘Interaktion’ und ‘Anarchitecture’*** auf und verbinden all diese Paradoxe tragbar zu einer diskussionsfähigen Einheit.
* Das Wort linear stammt von dem lateinischen Begriff linearis, was geschaffen von Linien bedeutet.
**
***Gordon Matta-Clark
(...). Michaela Moscouw , DVD-2010, farbe, ton, text, 74:50 min.
21h. Ana Hoffner
Wissensdramatisierung
Das Sprechstück untersucht postdramatische Theatralität und die damit verbundene Auflösung der Theaterstruktur als Bestandteil gegenwärtiger Subjektivierungsprozesse. Durch die Infragestellung des Theatralen und des Dramatischen entsteht ein Wissen über das Schauspiel, über Schauspieler und ihre einstudierten Rollen. Dadurch formieren sich Sprechpositionen für jene Subjekte, die über ein Wissen über das Dramatische und seine Ereignisse verfügen. Die Sprecher der postdramatischen Theatralität erzeugen mithilfe dieses Wissens postdramatische Situationen, die angesiedelt zwischen Realität und theatralischer Fiktion, sich ihrer Involviertheit in Machtverhältnisse nicht entziehen können. Das Sprechstück versucht sowohl die Rolle der Sprecher als auch seine Wissensformen erneut zu dramatisieren.

[Quelle: http://www.vesch.org/]

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