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Die erklärte Ausstellung

Einladung: Die erklärte Ausstellung. 2012

11.01.2012 - 23.02.2012

Kunstverein Kärnten, Klagenfurt / Österreich

„Nie realisiert“
– Ausstellung im Künstlerhaus Klagenfurt
Die illustrierte Ausstellung

Ein Fantasy-Film über Jimi Hendrix von Wachtang Bugadze, ein „The Good, The Bad and the Ugly“- Verschnitt von Giorgi Okropiridse, Girlanden aus Kärntner Lokalzeitungen quer durch das Künstlerhaus von Manuel Gorkiewicz, daneben ein durch ein Bild gehämmerter Nagel von ANONIM, eine raumfüllende Eislaufbahn von Nicole Schatt, das Bild einer jemenitischen Frauendemonstration von Alina Kunitsyna. Die Heterogenität der Beiträge der über 20 teilnehmenden KünstlerInnen scheint in einer einzigen Ausstellung kaum vereinbar.... Doch das Konzept für die Gruppenschau im Künstlerhaus Klagenfurt geht von einem erweiterten Kuratorenbegriff aus, dorthin, wo die Arbeiten in einer idealen Weise aufeinander abgestimmt sind.

Denn diese Ausstellung kommt ohne jegliches Original aus. Bei manchen der Kunstwerke steht daneben in Klammer: nie realisiert. Und doch sind die Arbeiten sichtbar und wahrnehmbar, jedoch nur Form von Interpretationen, nie als das echte Kunstwerk wie es in Wirklichkeit aussieht. So wird jedes Werk von den teilnehmenden KünstlerInnen textlich beschrieben. Diese Beschreibung wird jeweils gemeinsam von einer Visualisierung der beschriebenen Arbeit begleitet, die von den Kuratorinnen der Ausstellung angefertigt wurden.

In unserem Konzept für diese Ausstellung möchten wir einerseits den Begriff und die Bedeutung des Kuratierens in all seinen Ausformungen betrachten und strapazieren: KuratorInnen haben durch die Auswahl der KünstlerInnen und Arbeiten und durch die Präsentation der Werke, die Möglichkeit, massiv in die Kunstwerke einzugreifen, sie zu definieren und zu positionieren. So kann in der Gesamtkonzeption einer Sammlung oder Ausstellung schon mal die eine oder andere Arbeit verzerrt dargestellt werden. Andererseits möchten wir dem Begriff der „Originalität“ und einer Vorstellung des ungetrübten künstlerischen Ausdrucks die Alltäglichkeit von (Fehl-) Interpretation, Missverständnissen und verschiedenen Deutungsmöglichkeiten entgegenstellen. Zusätzlich soll den BetrachterInnen eine neue Souveränität gegeben werden, indem sie losgelöst von der Idee der einzig möglichen Ausformung des Originalwerkes frei und fantasievoll die Ausstellung und Werke auf verschiedenste Weisen im Kopf entstehen lassen können.

Catrin Bolt und Edith Payer

[Quelle: www.kunstvereinkaernten.at]

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