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Mierle Laderman Ukeles. Maintenance Art Works, 1969-1980

09.03.2013 - 19.05.2013

Grazer Kunstverein, Graz / Österreich

Der Grazer Kunstverein beginnt sein Antrittsprogramm, das sich den Ideen einer sozialen Abstraktion widmet, mit der allerersten umfassenden Einzelausstellung des Frühwerks der Künstlerin in Europa. Die Schau, ursprünglich 1998 von der New Yorker Galerie Ronald Feldman Fine Arts organisiert, stellt ein Schaffenswerk vor, das mehr als ein Jahrzehnt an maßgeblichen Leistungen überspannt.

Das Werk von Mierle Laderman Ukeles (geb. 1939 in Denver, Colorado) befasst sich mit den alltäglichen Abläufen des Lebens.... 1969, nach der Geburt ihres ersten Kindes, schrieb Ukeles ein „Manifesto for Maintenance Art“, das binäre Gegensatz-Systeme, welche Unterschiede zwischen Kunst/Leben, Natur/Kultur und öffentlich/privat artikulieren, hinterfragte. Das Manifest schlug vor, Grenzziehungen aufzu-heben, die die Erhaltung des täglichen Lebens von der Rolle des Kunstschaffenden in der Gesellschaft trennen. Ukeles wollte wissen, wie das Konzept der Übertragung von Kunstschaffenden genutzt werden könnte, um Menschen zu befähigen, als Akteure eines Wandels zu agieren, damit ein positives Engagement der Gemeinschaft für ökologische Nachhaltigkeit stimuliert wird. In den 1960ern schloss Ukeles ein Grundstudium in Geschichte und Internationalen Studien an der Barnard ab und belegte am Pratt Institute in New York Bildende Kunst. Zu jener Zeit war das Werk von Ukeles experimenteller Art und vermittelte in visueller und symbolischer Form soziale Spannungen, die in Verbindung mit Ereignissen wie der Frauenbewegung und dem Vietnamkrieg standen.

Ukeles war zunehmend besorgt über die Trennung des Kunstschaffenden in der Gesellschaft von alltäglichen Aktivitäten wie Kinderbetreuung, häuslicher Arbeit und anderen routinemäßigen Verrichtungen, von denen sie meinte, dass diese innerhalb der Zusammenhänge persönlicher und politischer Ästhetik-Wertehaltungen neu gedeutet werden sollten. Ukeles erklärte: „Avantgarde-Kunst, welche die äußerste Entwicklung für sich behauptet, ist mit Erregern von Erhaltungsideen, Erhaltungsaktivitäten und Erhaltungsmaterialien infiziert ...“

„Ich bin eine Künstlerin. Ich bin eine Frau. Ich bin eine Ehefrau. Ich bin eine Mutter. (In beliebiger Reihenfolge) Ich wasche, reinige, koche, erneuere, unterstütze, konserviere, etc. verdammt viel. Ebenso (bislang davon getrennt) ,mache‘ ich Kunst. Nun werde ich einfach diese alltäglichen Dinge tun und sie ins Bewusstsein heraufbringen, sie zur Schau stellen, als Kunst.“ (Ukeles, 1969)

Begleitet wird die Ausstellung durch Ukeles' allererste Publikation, welche sich auf ihre zwischen 1983 und 2012 geschaffenen „Ballet Works“ konzentriert. Hergestellt wird sie vom Kunstverein Amsterdam in Zusammenarbeit mit dem Grazer Kunstverein und verlegt von Sternberg Press, unterstützt von der Galerie Ronald Feldman Fine Arts und der Graham Foundation for Advanced Studies in the Fine Arts.

[Quelle: www.grazerkunstverein.org]

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