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Alfred Graf. STILLE MUSTER

14.12.2013 - 18.01.2014

Kulturzentrum bei den Minoriten, Graz / Österreich

egen, Weihrauch, Myrrhe - Regen, Weihrauch, Myrrhe – Alfred Graf durchwanderte viele Landschaften dieser Erde und sammelte ihre Sedimente ein. Er wird dabei zum stillen König einer lärmenden Welt: So gesehen ist diese Einzelpräsentation zur Weihnachtszeit längst fällig geworden im Kulturzentrum bei den Minoriten.

Das Bindemittel seiner sedimentierten Landschaftsbilder ist das Bienenwachs. In diesem vermengt sich Erde, Sand und mitunter Weihrauch. Aber nicht penetrant, vielmehr sind es die hoch reflexiven Bildelemente der Bienenwachsgerüche, die einem Ehrfurcht vor der Erde nahe legen.... Das Wachs ist ein sehr altes elementares Bildelement, verwendet in einer Zeit, als Bilder noch heilig waren. Das schwingt bei Graf in Obertönen mit, doch läge es ihm fern, dies all zu laut zu sagen. Alfred Graf ist ein Landschaftsmaler der allerersten Reihe. Einen Pinsel benötigt er dafür nicht, auch einen Fotoapparat nur selten. Höchstens dann, um Zeitverschiebungen aufzuzeigen: wie sich Berge zurückziehen können, nicht nur die Gletscher. Die Skalen der Zeit werden bei Alfred Graf nicht in einprasselnden SMS gemessen, vielmehr schichten sich Jahrmilliarden vor uns auf. Man wird klein vor seinen Bildern und lernt das Staunen wie nur selten vor einem Bild. Und man wird auf dieser „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (Franzobel über Alfred Graf) sehr still – denn sie könnte auch eine Reise in unser eigenes Gewebe sein, in unsere Tiefen. Vielleicht auch in die Ursuppe des Seins, die hier in Wachs erkaltet zu sein scheint.

[Quelle: www.kultum.at]

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last modified at 27.02.2014


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