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Mathias Kessler.The Taste of Discovery

10.09.2009 - 08.11.2009

Kunstraum Dornbirn, Dornbirn / Österreich

Mathias Kessler stellt das romantisierte Streben der postmodernen Ökologiebewegung nach Ursprünglichkeit und Unberührtheit in Frage. Seine skulpturalen Landschaftsaufnahmen – entstanden bei Nacht in den entlegendsten Gebieten der Erde und mit 200.000 Watt beleuchtet, um die Partikelverschmutzung der Luft zu umgehen – machen auf die Umweltverschmutzung aufmerksam. Mit der kritischen Hinterfragung der Authentizität erlebter Natur hält er der westlichen Gesellschaft einen Spiegel vor.
In seinem installativen Werk “The Taste of Discovery” für den Kunstraum Dornbirn arbeitet Mathias Kessler mit der Idee der Abbildung von Natur, die durch neue Erfahrungen von arktischen Untersuchungen dargestellt werden.... Die Installation besteht aus 2 Räumen. Wenn der Besucher den ersten Raum betritt, sieht er das Inserat von Ernest Shackelton, das 1901 in der Times stand, um Leute für seine Expedition zu gewinnen. Dort war zu lesen: „Men wanted for hazardous journey. Small wages, bitter cold, long months of complete darkness, constant danger. Safe returns doubtful. Honor and recognition in case of success.” Kessler spielt die Verschwommenheit der Gefährlichkeit der Expedition an, und die Leute, die damals dort dabei waren, und deren Ziele.

Der eine der beiden Räume ist schwarz mit einem Foto eines angeschnittenen Eisberges, den er 2007 ablichtete. Auf der gegenüberliegenden Wand befindet sich ein geätzter Spiegel, der den arktischen Anblick der Welt zeigt. Das heißt der Spiegel ist auf einem ¼ inch grossen Stück Stahl befestigt und durch Draht mit einem Kompressor verbunden, der wie ein Gefrierfach eines Kühlschranks funktioniert. Der Kompressor, der die Flüssigkeit kühlt aber auch heiße Luft abgibt, steht im anderen Raum, der wie ein Maschinenraum genützt wird. Der Raum ist weiß und enthaltet den Kompressor, wie einen Tisch aus Holz und jeweils einen Kanister Diesel und Motoröl. Auf einem Stuhl liegt eine schmutzige Arbeiterkleidung, die beim Aufbau der Installation getragen wurde. Auf dem Tisch steht ein Parfum, das eine Nachbildung aller Gerüche (Schweiß, Diesel, Motoröl, Luftfeuchtigkeit, ranzige Unterhose), die in diesem Raum vorherrschen, ist.

[Quelle: www.kunstraumdornbirn.at]

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last modified at 09.04.2014


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