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Siegfried Anzinger und Markus Bacher

04.07.2015 - 22.08.2015

Galerie 422, Margund Lössl, Gmunden / Österreich

"...ich denke mir alles noch einmal durch, weil es zu schnell ging, um dabei zu denken. Markus Bacher geht vor mir, schnellen Schrittes, ich folge ihm durch einen langen Gang.

Verdammt, sage ich, bin ich tot, oder was soll das hier?

Tot gibt es nicht, sagt Bacher, aber jetzt ist der falsche Zeitpunkt.

Für was, und warum?

Ich gehe wie von selbst. Und wals ich stehenbleiben will, wurd mir klar, dass ich nicht stehenbleiben kann. Bacher dreht sich zwar nicht um, aber ich sehe sein Gesicht vor mir, er lehnt sich zu mir, und flüstert mir ins Ohr: Siehst du......"

Erwin Uhrmann (aus "Nach meinem angeblichen Tod traf ich den Maler Markus Bacher")

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"Im Gegensatz zu anderen Malern der Anfangsgeneration der 'Jungen Wilden' fehtl bei Anzinger meist die zerstörerische Direktheit, mit der die damals jungen Künstler ihr Lebensgefühl manifestierten. Trotz kaum zu überbietendem vehementen Pinselduktus wirkt Anzingers Werk oft introvertiert, lyrisch, ja still. Die Ruhe 'vor' oder 'nach dem Sturm', der Moment der Besinnung und der Einkehr, wird gezeigt. Das Innerste wird nach bester österreichischer Kokoschka-Schiele-Gerstl-Manier nach außen gekehrt. Viele Figuren erscheinen mit geschlossenen Augen, in gebeugter Haltung. Sie hocken, kriechen, robben auf allen Vieren durch den Kosmos - träumen in den Tag hinein."

Elisabeth Nowak-Thaller (aus: "Von Heiligen, Cowboys und Inidanern", Ausstellungskatalog Lentos 2011)

[Quelle: http://www.galerie422.at/ ]

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