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...recht hat er.

Einladung: ...recht hat er. 2016

27.05.2016 - 17.06.2016

Galerie Prisma Südtiroler Künstlerbund, Bolzano / Italia

Die Künstler Matthias Krinzinger und Leander Schönweger verwandeln die Galerie Prisma in eine Wohnung.

Die Wohnung als Ort zwischen intimen Rückzug und repräsentativen Aufeinandertreffen; ein Schauraum für Dinge des unpersönlichen Besitzes und der persönlichen Nutzung. Geliehene Gebrauchsgegenstände werden kombiniert mit Arbeiten von Matthias Krinzinger, Leander Schönweger und deren Umfeld.
Es gibt eine Vielzahl von Orten an denen Bildende Kunst stattfindet und zu Sehen ist. Öffentliche und private Institutionen, wie Museen oder Kunstvereine, marktorientierte Galerien, Außenräume mit Skulpturen und Installationen, Büros mit Fotografien und Malereien.... Und es gibt den privaten Raum. Das Daheim. Das Daheim – Ort zwischen intimen Rückzug und repräsentativen Aufeinandertreffen. Das Daheim ist üblicherweise der Ort an dem wir die meisten und unterschiedlichsten Aktivitäten unseres Daseins bestreiten. Kochen und essen, schlafen und ruhen, sich selbst und anderes waschen und putzen, Medien konsumieren (Buch, Internet, Fernsehen, Zeitung, Musik) und kommunizieren (telefonieren, Emails und Briefe schreiben), bilden und erziehen, emotionales Freisein, streiten und lieben. Wir bewirten Freunde und lassen uns Pizza liefern. Die Transformation zur Bühne. Die Künstler Matthias Krinzinger und Leander Schönweger suchen eine Verschiebung der gesamten Galerie Prisma von Ausstellungsraum zu einer Wohnung. Sie leihen sich Möbel und Gebrauchsgegenstände von Familie, Freundinnen und Freunden, Bewohnerinnen und Bewohnern von Bozen, Menschen des Kunstbetriebs. Auf diese Weise werden Betrachtende zu Ausstellenden, das Gefühl in den Räumen verändert sich, es entsteht eine Art gesamtheitlicher Parcours. Man bewegt sich in einem potenziellen privaten Wohnort, die Gastgeber jedoch fehlen. Wie ist das Verhalten bei einem Aufenthalt in einem Daheim? Fühlt man sich als ungebetener Eindringling, verletzt man Privatsphären, mischt man sich in anderer Leute Angelegenheiten ein, oder fühlt man sich gar wohl, fordert der Ausstellungsort doch schamloses inspizieren? Nicht zu vergessen, dass einige Wenige, amüsiert ihre eigenen Leihgaben von Einrichtungen in unbekanntem Kontext zwischen Kunstwerken von ausgewählten Künstlern wiederentdecken werden. Die Herangehensweise bei Auswahl und die Hängung ist wohl weniger logischer oder wissenschaftlicher, sondern vielmehr persönlicher und intuitiver Natur. Üblicherweise kuratiert man zu Hause auch keine Ausstellung, man hängt und stellt Bilder und Objekte an den richtigen Ort. Aus diesem Grund sehen sich Matthias Krinzinger und Leander Schönweger auch weniger als Kuratoren, sondern mehr als fiktive Bewohner und Einrichter eines Hauses.

[Quelle: http://www.kuenstlerbund.org/]

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last modified at 14.06.2016


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