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Schwerpunkt Druckgraphik

30.09.2016 - 19.11.2016

Galerie im Traklhaus, Salzburg / Österreich

Alle drei Jahre werden im Traklhaus die für ihr grafisches Werk ausgezeichneten Künstler/innen mit aktuellen Arbeiten vorgestellt:

Christian Schwarzwald hat als letzter das Rudolf Hradil-Stipendium erhalten, das dreimal, bis 2013 vom Erste-Salzburger-Sparkasse-Kulturfonds ausgelobt und vom Land Salzburg abgewickelt wurde.

Frank Furtschegger erhielt 2014 das erste Slavi Soucek-Stipendium, das mit einem Paris-Aufenthalt ausgeschrieben wurde.

Brigitte Naprudnik arbeitete mit dem Slavi Soucek-Stipendium 2015 in der grafischen Werkstatt im Traklhaus....

Eva Möseneder wird 2016 mit dem Slavi Soucek-Preis des Landes ausgezeichnet.

Die verschiedenen, klassischen Techniken der Druckgrafik von Holzschnitt über Radierung und Lithographie, Kombinationen und Experimente damit und die Einbeziehung des Raumes sind ein bedeutender Bereich der bildenden Kunst und dürfen im Programm der Salzburger Landesgalerie nicht fehlen.

Die Künstler/innen und ihre Arbeiten:

Die aus dem Innviertel stammende Eva Möseneder lebt seit den siebziger Jahren in Salzburg, wo sie ihre eigene Radierwerkstatt betreibt. Seit 1990 hat sie einen Lehrauftrag in der Grafik-Klasse am Mozarteum und hat ihr Wissen an viele Künstler/innen weitergegeben. In der Ausstellung zeigt sie einen Querschnitt durch ihr Schaffen seit den 80er Jahren bis 2016, das vor allem aus raffinierten, technisch perfekten Tiefdrucken, die durch Ironie und Scharfsinn begeistern, besteht. Eva Möseneder arbeitet gern in Serien zu verschiedenen Themen von Pflanzen bis Phantasiewesen. Viele Arbeiten sind mehrteilig, die Motive setzen sich auf dem angrenzenden Blatt fort.

Brigitte Naprudnik hat, wie die anderen beiden Künstler mit Eva Möseneder zusammengearbeitet, bei ihr gelernt. Die Künstlerin ist 1970 in Salzburg geboren, studierte an der Universität Mozarteum und arbeitet in Salzburg, derzeit in einem Förderatelier des Landes. In der grafischen Werkstatt im Traklhaus hat sie seit vergangenem Jahr verschiedene Serien geschaffen, in denen es auch um spezielle Präsentationen der einzelnen grafischen Blätter geht. Sie stellt unter anderem ein Objekt aus mit überarbeiteten Lithografien, die in geringem Abstand zueinander befestigt sind. Ihr geht es bei der Druckgrafik nicht um die Vervielfältigung, sondern um das Schaffen von Arbeiten, die irgendwie auch als Unikate dastehen.

In Paris hat Frank Furtschegger, wie das seiner Arbeitsweise entspricht, große Zeichnungen und Collagen im öffentlichen Raum befestigt und manche davon zum Teil noch überarbeitet.

Diese temporären Kunstwerke sind mit Fotografien dokumentiert und im Studio in einer 10-Minuten langen von Künstler kommentierten Fotoserie auf einem alten Röhrenfernseher zu sehen. Im Traklhaus zeigt er neue, 2016 in Österreich entstandene Arbeiten, Siebdrucke und die Folien dafür, Collagen aus Vorlagen und Unikatdrucke. Frank Furtschegger stammt aus Salzburg, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und lebt dort, bzw. auf Reisen.

Christian Schwarzwald arbeitet oft mit dem Raum, inszeniert seine Papierarbeiten und Leinwände so, dass sie aufeinander reagieren. Er zeigt eine in der Grafischen Werkstatt im Traklhaus entstandene Serie von Lithographien und dazu großformatige Monotypien, die er erst vor einem Jahr in Paris in der bekannten Druckwerkstatt von Michael Woolworth geschaffen hat. In beiden Werkgruppen dominiert die Farbe Blau. Der Salzburger Christian Schwarzwald studierte in Wien. Er lebt und arbeitet seit 1996 in Berlin.

Zu den einzelnen Auszeichnungen, Grafik-Preis und Stipendien:

Das Land Salzburg vergibt seit 1973 den nach dem Maler und Grafiker Slavi Soucek benannten Preis für Druckgrafik. Der Künstler stammte aus Wien, lebte und arbeitete ab 1943 in Salzburg. Er war einer der ersten Vertreter der abstrakten Kunst hier und Mitbegründer der „grafischen Versuchswerkstätte", die es jetzt noch im Traklhaus gibt. Ab 1955 leitete er die Klasse für Druckgrafik an der Internationalen Sommerakademie von Oskar Kokoschka in Salzburg.

Der Soucek Preis wird seit 2005 alle drei Jahre auf Vorschlag einer Jury an Salzburger Künstler/innen vergeben.

In den beiden Jahren dazwischen wird ein Slavi Soucek-Stipendium ausgeschrieben. Ein Jahr arbeitet der Künstler oder die Künstlerin unter fachlicher Betreuung in der grafischen Werkstatt im Traklhaus; im folgenden Jahr wird dieses Stipendium mit einem Paris-Aufenthalt gekoppelt.

Der Preis ist seit 2016, wie alle anderen Preise des Landes Salzburg im Bereich bildende Kunst mit Euro 7000 dotiert. Die Stipendiaten erhielten Euro 3.000 (bei Paris wird kostenlose Unterkunft in der Cité Internationale des Arts und die Arbeitsmöglichkeit in einer druckgrafischen Werkstatt zusätzlich zur Verfügung gestellt).


[Quelle: www.salzburg.gv.at]

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last modified at 01.02.2017


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