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curated by_vienna 2012, Kunst oder Leben. Ästhetik oder Biopolitik

Kunst oder Leben. Ästhetik oder Biopolitik. 2012

20.09.2012 - 25.10.2012
Wien / Österreich

kunst oder leben. ästhetik und biopolitik

curated by_vienna 2012 widmet sich der Frage, wie die Kunst zu dem Verhältnis von Arbeit und Leben steht bzw. welchen Anteil sie daran hat. Mit dem Ziel, die internationalen Netzwerke von Galerien, Kuratorinnen und Kuratoren sowie Institutionen zu intensivieren und zu stärken, hat departure dieses bisher sehr erfolgreiche Ausstellungsprojekt in diesem Jahr zum vierten Mal initiiert. Das Projekt „Kunst oder Leben. Ästhetik und Biopolitik“ wurde gemeinsam von departure mit der Kuratorin Eva Maria Stadler konzipiert....

Auf Einladung der Kreativagentur Wien präsentieren bei dieser Kooperation 22 Galerien der Stadt Ausstellungen, die gemeinsam mit internationalen Kuratoren und Künstlern Fragen zu Ästhetik und Biopolitik zur Diskussion stellen. Die neu gewonnenen Kontakte sollen über die Dauer des Projektes hinaus dazu beitragen, Beziehungen zwischen Menschen, die in der Kunstszene und am Galeriensektor agieren, auszubauen und auch in Zukunft für neue Ideen und Vorhaben zu nutzen.

Eines der großen Vorhaben der Avantgarden des 20. Jahrhunderts war, Kunst und Leben zu verschmelzen. Technische und soziale Revolutionen sollten ein rundum erneuertes Leben hervorbringen, und das am besten durch die Kunst. Zahlreiche biopolitische Ansätze der letzten Jahre haben sich zum Thema gemacht, die Zusammenhänge von Arbeit, Ökonomie, Wissen und Politik neu zu erkunden. Nach der Suche von verheißungsvollen Utopien von Leben gilt es nun, am Leben zu arbeiten. Um diesen zentralen Punkt kreist curated by_vienna 2012.

Mehr und mehr fallen Leben und Arbeit zusammen, können auf Grund veränderter Zeitläufe immer weniger voneinander unterschieden werden. Was als Flexibilisierung der Arbeitswelt begann, hat zu einer Totalisierung von Arbeit und Leben geführt, wodurch zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse hervorgebracht werden. Unter Arbeit wird nicht allein jene Tätigkeit verstanden, mit der der Lebensunterhalt bestritten werden kann. Arbeit ist vielmehr der Garant für gesellschaftliche Anerkennung und eine Existenz im Sozialen. Das „Recht auf Arbeit“ – eines der elementaren Menschenrechte, das eng mit der Würde des Menschen verknüpft ist – wird zunehmend von Liberalisierung und Ökonomisierung durchdrungen. So wird nicht nur die Organisation und Gestaltung von Arbeit geprägt, sondern auch die Organisation und Gestaltung von Leben.

Im Rahmen der 22 Ausstellungen behandeln Kuratoren und Künstler unter anderem Fragen nach den Grenzen der Darstellbarkeit individueller Situationen, oder nach der Regulierung und Optimierung von Lebensbedingungen. Auch Techniken der Macht, der sozialen Kontrolle und Repression werden hinterfragt, sowie die ökonomischen Bedingungen, denen das Individuum ausgesetzt ist und die es zugleich selbst hervorbringt.

[Quelle: www.curatedby.at]

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