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springerin 4/04. Alte Medien

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springerin 4/04. Alte Medien. 2004 [Cover]
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Location

Wien / Österreich

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2004

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Umfangsangabe: 96 S. : zahlr. Ill. // Die Kultur der Gegenwart scheint mit unverminderter Geschwindigkeit einer medialen Neuformatierung entgegenzusteuern. Zumindest wollen uns die Ideologien der neuen Medien und virtuellen Zukunftswelten dies glauben machen. Ob in der ständigen Ausweitung der Info-Sphäre oder in der Neuaufbereitung aller bisherigen Speichersysteme, an vielerlei Schauplätzen hat sich das Digitale als kleinste gemeinsame Kultureinheit zu behaupten begonnen. Grund genug, um nach dem Fortbestehen »alter« Aufzeichnungs-, Repräsentations- und Archivierungsverfahren zu fragen. Nicht nur bleiben die schriftlichen bzw. audiovisuellen Speicher der Vergangenheit unerlässliche Voraussetzung neokonzeptueller, aber auch allgemeiner, (kultur-)historischer Kunstpraktiken. Auch eine Genealogie des Medialen selbst weist ihnen einen unabdingbaren Stellenwert für jedes differenziertere Gegenwartsverständnis zu. Ein eingehenderer Blick auf die Geschichte des Algorithmischen in der Kunst etwa (Yvonne Volkart) hilft das kritische Potenzial dieser Genealogie miterschließen. Auf theoretischer Ebene korrespondiert dem die Denkfigur des Archäologischen, dessen Tragweite und Relevanz angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher Bedingungen abgehandelt werden (Krystian Woznicki). Darüber hinaus versteht sich das vorliegende Heft als kursorische Bestandsaufnahme darüber, welche vermeintlichen Anachronismen heute in den scheinbar avanciertesten künstlerischen Praktiken fortwirken. Dies betrifft nicht nur das Medium Zeichnung, das in unerwarteten Zusammenhängen neue Aktualität erlangt (Ana Peraica). Auch im Filmbereich stellt sich die Frage, unter welchen Voraussetzungen – gerade angesichts der zunehmenden Virtualisierung – ein kritisch-konstruktives Verhältnis zu Geschichte und Gegenwart möglich ist. Gespräche mit den FilmemacherInnen Jean-Pierre Gorin und Azza El-Hassan über die Optionen von politischem Kino unterstreichen dies ebenso wie die radikal-experimentelle Praxis des Filmemachers James Benning. Zuletzt wird auch das »alte Medium« Museum, in diesem Fall das Globalunternehmen Guggenheim, von dem Künstler Hans Haacke einer erneuten institutionskritischen Betrachtung unterzogen. Beiträge wie dieser und viele andere mehr in diesem Heft verdeutlichen, welche unterschiedlichen Zeitlichkeiten in die aktuellsten, aber auch in die scheinbar überholtesten Medien der Kunst eingewoben sind. [Quelle: www.springerin.at, 25.10.2017]

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