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Kunstberichte

Viennafair mit harter Konkurrenz

Aufzählung Dritte Ausgabe der Wiener Kunstmesse ab 26. April.
Aufzählung Gewinner der "Zone 1" erhält Ausstellung im Mumok.

Wien. Keine fünf Jahre ist sie alt, und befindet sich doch auf "dem Weg zur Institution": Zumindest Matthias Limbeck, Geschäftsführer der Reed Exhibitions Messe Wien, befand dies über die Viennafair, die heuer – zwischen 26. und 29. April – zum dritten Mal stattfindet.

Mit dem künstlerischen Leiter Edek Bartz präsentierte er am Dienstag die Eckpunkte der Veranstaltung: Nach derzeitigem Stand sind 96 Galerien vertreten, rund ein Viertel davon stammt aus dem zentraleuropäischen Raum, auf den der Fokus der Viennafair hauptsächlich gerichtet sein soll.

Ehrgeizige Ziele

Heuer wolle man verstärkt auf Qualität setzen, zumal innerhalb weniger Tage gleich zwei weitere wichtige Kunstmessen stattfinden. Die Art Cologne zieht Galerien und Publikum von 18. bis 22. April nach Köln, von 19. bis 22. April dauert die erste Ausgabe der "duesseldorf contemporary".

Trotz der harten Konkurrenz will Limbeck die 15.000 Besucher-Marke heuer durchbrechen (Vorjahrsergebnis: 12.417 Besucher), 200 namhafte Sammler hätten ihr Kommen bereits zugesagt. Auch 130.000 verteilte Gutscheine sollen kaufkräftiges Publikum ködern.

Die Idee, junger Kunst aus Südost- und Osteuropa eine Plattform zu geben, sozusagen "als Gateway zu fungieren", liegt den Veranstaltern nach wie vor am Herzen. Während sich unter den Anmeldungen 43 österreichische Galerien finden, wurden bisher sechs polnische, vier rumänische und drei russische Galerien verzeichnet, weitere kommen aus Slowenien, der Slowakei, Kroatien oder Ungarn. Maßgeblich seien auch die Sponsoren der Messe: die Erste Bank unterstützt etwa Galerien aus Moskau, Budapest, Belgrad und Bratislava.

"Zone" hilft ins Mumok

Eine neue Idee wird mit der "Zone 1" umgesetzt: In diesem Bereich haben rund 25 vom Beirat ausgewählte Galerien die Möglichkeit, auf 20 bis 40 Quadratmetern "One-Man-Shows", also Arbeiten eines einzigen Künstlers, auszustellen.

Schon am 25. April kürt die Jury unter dem Vorsitz von Mumok-Direktor Edelbert Köb den Gewinner, dem eine Einzelausstellung im Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig geboten wird.

Dienstag, 20. Februar 2007


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