VN Sa, 31.8.2002

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Kultur 

Bechtolds Skulptur bleibt

Illwerke haben großes Interesse an den Kunstwerken im Silvretta-Gebiet

VON CHRISTA DIETRICH E-MAIL: christa.dietrich@vn.vol.at

Silvretta (VN) Vor Jahrzehnten projektiert, hat die "Skulptur im Gebirge" (Untertitel: "Allah ist groß") von Gottfried Bechtold nun im Silvrettagebiet einen Standplatz auf längere Zeit gefunden. Auch die Signatur des Künstlers auf der Silvretta-Staumauer wird die Bregenzer Sommerausstellung, in deren Rahmen sie realisiert wurde, weit überdauern.

An sich hätte es darüber kaum Zweifel gegeben. In Vorarlberg dürfte man ja durchaus angetan davon sein, nun auch ein vergleichbares Objekt jenes Künstlers zu haben, der bereits beim Wiener Konferenzzentrum Großskulpturen mit Steinen aus verschiedenen Erdteilen verwirklicht hat. Ausstellungskurator Oscar Sandner hat die Aktion zustande gebracht.

Zuletzt schien es aber so, als seien die Steine aus Afrika dem Landschaftsschutz ein derartiger Dorn im Auge, dass die Kunstwerke mit Beendigung der Ausstellung ("Medium Berge" steht demnächst in Bregenz und etwas später in Schwarzenberg vor der Schließung) abgetragen werden muss.

Fünf Jahre

Nun haben sich die Wogen geglättet. Die Vorarlberger Illwerke, die die Aufstellung der Skulptur sowie die Anbringung der Signatur unterstützten, zeigen großes Interesse an der Erhaltung. Christoph Gehrmann: "Unsere Einschätzung ist die, dass es sich um ein einmaliges Werk von Bechtold handelt, der einer der renommiertesten Vorarlberger Künstler ist."

Man habe mit der Bezirkshauptmannschaft in Bludenz Kontakt aufgenommen und abklären können, dass die Skulptur und die Signatur nicht darauf schließen lassen, dass die Illwerke nun alle Staumauern als Podium für verschiedenste Kunstwerke freigeben werden. Man sehe, so Gehrmann, die Skulptur sowie die Signatur als zusammenhängendes Kunstwerk, das nun erst einmal fünf Jahre im Silvrettagebiet bleiben soll.

Die weitere Zukunft hänge auch von Entscheidungen des Künstlers ab, dem die Arbeiten ja letztlich gehören.

Die zwei Steine aus dem Atlasgebirge sind fix auf dem Silvrettagneis verankert, die Signatur ist - nachdem schon verschiedene Meinungen von Leuten aufgetaucht sind, die nicht vor Ort waren - etwa nicht aufgemalt oder projiziert (was technisch gar nicht möglich wäre), sie besteht aus Metalllettern, die an der Staumauer befestigt wurden.

Reise nach Italien

Oscar Sandner, der bereits in den italienischen Städten Rom, Mailand und Turin größere Ausstellungen organisierte, bemüht sich darum, die Schau "Medium Berge" mit Arbeiten von rund zwanzig vorwiegend österreichischen Künstlern auch nach Italien zu bringen.

Zum Thema "Medium Berge" wurde ein Buch geschaffen, das demnächst im Verlag Triton erscheint.

Es handelt sich um ein einmaliges Werk von Gottfried Bechtold, der einer der renommiertesten Vorarlberger Künstler ist.

CHRISTOPH GEHRMANN, ILLWERKE

Die Ausstellung "Medium Berge" ist im Bregenzer Künstlerhaus Palais Thurn und Taxis noch bis 1. September zu sehen. In der Halle schmidingermodul in Schwarzenberg ist ein Sonderausstellungsteil zum gleichen Thema noch bis 8. September zu besichtigen.

Bechtolds "Skulptur im Gebirge" bleibt im Verbund mit der Signatur auf der Staumauer erhalten.




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