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Kunstberichte

"Bildnis Wally" kehrt zurück

Das "Bildnis 
Wally" von Egon Schiele.

Das "Bildnis Wally" von Egon Schiele. (© APA/Leopold Museum-Privatstiftung)

Von WZ Online

Aufzählung War Anstoß für Restitutionsdebatte.

Wien. Das 1998 in New York als "Diebsgut" beschlagnahmte Gemälde "Bildnis Wally" von Egon Schiele aus den Beständen der Leopold-Museum Privatstiftung kehrt nach Wien zurück. Der kürzlich verstorbene Sammler Rudolf Leopold hatte wie ein Löwe um die Wiedererlangung des Schiele-Gemäldes gekämpft.

Aufzählung Im Wortlaut: Begleittext zum 'Bildnis Wally'

Der für den 26. Juli angesetzte Gerichtstermin in New York dürfte aufgrund der außergerichtlichen Einigung nun obsolet sein. Spannend werden die Finanzierungsfragen: Leopold soll noch persönlich Bilder für einen allfälligen Verkauf bestimmt haben, diese könnten vorläufig als Sicherheit für die Vorfinanzierung der 19 Mio. Dollar (14,8 Mio. Euro) durch dritte Seite dienen.

Das 1912 entstandene "Bildnis Wally" zeigt Egon Schieles Geliebte Valerie ("Wally") Neuzil. Der Sammler Rudolf Leopold hatte das Gemälde 1954 im Tausch von der Österreichischen Galerie Belvedere erworben. Das Bild war in der Nazi-Zeit von dem Kunsthändler Friedrich Welz unter strittigen Umständen der Galeristin Lea Bondi-Jaray abgepresst worden, nach dem Krieg jedoch versehentlich an falsche Besitzer restituiert worden.

Nachdem Henry Bondi und Rita Reif 1998 in New York als Erben der ursprünglichen Besitzer für ihre Familien Ansprüche an die Bilder gestellt hatten, wurden die Bilder als "Diebsgut" beschlagnahmt. Das anschließende langwierige Gerichtsverfahren drehte sich vor allem um die Frage, was genau Rudolf Leopold über die Vorbesitzer und die Umstände der Besitzerwechsel gewusst hatte. (APA)

Mittwoch, 21. Juli 2010 08:56:00
Update: Mittwoch, 21. Juli 2010 12:41:00

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