23.09.2001 21:25:00 MEZ
Ein Festival der Szene abseits der Szene
"Upsites" zeigt neue Kunst mit Graz-Bezug

Graz - "Ein Spiegelbild der neuen Energie und des neuen Selbstbewusstseins der Grazer Szene" ist für Autor Martin Wanko sein spartenübergreifende Szene-Projekt Upsites, das bis 7. Oktober mit Theater, Comics und Literatur die Grazer Kunst abseits der herrschenden Eventkultur präsentieren will. Ab 8. November übersiedelt das gesamte Programm in die Wiener Kabelwerke.

"New Order" und "Change" sind die politisch und künstlerisch zu verstehenden Themen der "Szene-Festspiele". Eröffnet wird heute mit der Uraufführung von Wankos Der Schleim, die Hubsi Kramar in Nestroy-Tradition mit Schizo-Punk und Kanzler in Biedermeier-Kostümen inszenierte. Die zweite Uraufführung in Kramars Regie ist Günter Eichbergers Königsdramen-Parodie Der König, sein Narr, seine Königin und ihre Geliebte.

Mit der Lesung Nie wieder einsam setzt die Grazer Autoren Versammlung ein kräftiges Lebenszeichen: Wolfgang Bauer, Herwig Brunner, Wolfgang Pollanz, Andrea Sailer, Werner Schandor u. a. gestalten den "bunten Abend". Für den Comic-Sampler Fast wie im richtigen Leben haben sich Comic-ZeichnerInnen wie Edda Strobl, Sebastian Sailer, Helmut Kaplan und Jörg Vogeltanz zusammen gefunden, um skurrile "kleine Filme auf Papier" zu produzieren.

Mehr als nur einen "Gruß aus Graz" kann man mit den Postkarten der Künstlergruppe G.R.A.M. verschicken. Unter den zwölf Künstlern, die für die Sammlung einer wunderbar altmodischen Kommunikationsform Arbeiten beisteuerten, finden sich Gustav Troger, Andreas Leikauf und Isa Rosenberger.
(cms/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24. 9. 2001)


Quelle: © derStandard.at