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Wien: Kulturförderungen stiegen auf 162,73 Millionen Euro

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Ist's nun mehr oder weniger?


300 Jahre Wiener Zeitung!Schon der Wien-Bezug erschließt sich nicht auf den ersten Blick: Sofia im Zwielicht, fotografiert von Josef Dabernig im Rahmen der dortigen Wien-Tage vergangenen Herbst, ziert das Cover des Kunst- und Kulturberichts 2002 der Stadt Wien. Doch nicht allein die Umschlaggestaltung - eine Referenz auf den Schwerpunkt EU-Kandidatenländer - sorgt für Irritation. Auch das von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) so genannte "größte Kulturbudget Wiens in der Geschichte" lässt sich als solches nicht auf den ersten Blick ablesen.
Bedeutet doch zwar die im Kulturbericht ausgewiesene Summe der Förderungen für 2002 in Höhe von rund 162,73 Mill. Euro eine leichte Erhöhung gegenüber den 162,28 Mill. Euro für 2001. Nicht jedoch, wenn man die Förderungen für Wissenschaft und Forschung abzieht, die im Vorjahr erstmals bei der Kultur ressortierten und 8,52 Mill. Euro ausmachten. Die Differenz, also die rein auf die Kultur bezogenen Förderungen, macht lediglich 154,2 Mill. Euro aus, also eine Kürzung gegenüber 2001.
Stellt man hingegen die Rechnungsabschlüsse der beiden Jahre einander gegenüber, ergibt sich eine Steigerung des reinen Kulturbudgets: So stieg das Gesamtbudget für Kultur- und Wissenschaft laut Mailath-Pokornys Sprecherin Saskia Schwaiger von 176,97 Mill. Euro 2001 auf 187,46 Mill. Euro für 2002, das Wissenschaftsbudget dabei nur von 6,4 auf 8,2 Mill. Euro. Der Grund der unterschiedlichen Aussagen liegt laut Schwaiger in den jeweils verschiedenen Zuordnungen zu Wissenschaft oder Kultur.
Das Sinken der reinen Kulturausgaben sei aber auch im Zusammenhang mit 2001 angefallenen Sonderförderungen, etwa für die Errichtung des MuseumsQuartiers (Rate 2001 in Höhe von 4,091 Mill. Euro) und des Holocaust Mahnmals (1,45 Mill. Euro) zu sehen, betont Schwaiger gegenüber der APA. Das operative Budget ohne einmalige Sonderzahlungen sei von rund 101 Mill. (2000) bzw. 148 Mill. Euro (2001) auf 152 Mill. Euro für 2002 gestiegen.
Auch die im Bericht aufscheinende "Kürzung" der Förderung für die Wiener Festwochen (von 12,22 auf 10,37 Mill. Euro) ebenso wie der Kunsthalle Wien ergebe sich aus den Sondermitteln für die MQ-Errichtung.
Die Verdreifachung der "sonstigen Ausgaben" im Bibliothekswesen hänge mit der Tranche für den Erwerb der Sammlung Strauß-Meyszner zusammen, die "Kürzung" des Jüdischen Museums von 4,7 auf 3,5 Mill. Euro damit, dass dieses nach der Ausgliederung keine Umsatzsteuer mehr ausweisen müsse. Und die höheren Subventionen für das Theater in der Josefstadt 2001 erklärten sich aus Zusatzmitteln zur Schuldenabdeckung, so Schwaiger.
Eine unkommentierte Gegenüberstellung der Förderbeträge ergibt Kürzungen von 9,60 auf 7,03 Mill. Euro für die bildende Kunst, von 1,2 auf 1 Mill. für die Literatur, von 1,48 auf 0,55 Mill. für Internationalen Kulturaustausch, von 7,49 auf 6,23 Mill. für baukulturelles Erbe, von 19,98 auf 18,25 Mill. für Großveranstaltungen und von 19,29 auf 19,23 Mill. Euro für die Musik. Gestiegen sind die Beträge für die darstellende Kunst (von 54,79 auf 54,94 Mill.), für Film, Kino und Video (von 11,35 auf 11,69 Mill.), für das Bibliothekswesen (von 0,79 auf 5,78 Mill.) sowie "Sonstige Förderungen" (von 14,35 auf 15,25 Mill.).
Für 2003 weist der Voranschlag mit 177,828 Mill. Euro jedenfalls erneut "das höchste Kulturbudget, das jemals in dieser Stadt beschlossen wurde" aus, so Mailath-Pokorny im Vorwort des Berichts, das Wissenschaftsbudget sei von 6,4 Mill. Euro im Vorjahr auf 7,3 Mill. Euro angehoben worden.
Der Kulturbericht im Web: http://www.wien.gv.at/finanzen/budget .

Erschienen am: 03.07.2003

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