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Kein Käufer für Picasso bei Sotheby's

06.05.2009 | 09:35 |  (DiePresse.com)

Die Krise ist im Kunstmarkt angekommen: Die Versteigerung impressionistischer und moderner Kunst in New York blieb unter den Erwartungen. Ein Picasso und eine Giacometti-Skultpur blieben liegen.

Die globale Finanzkrise scheint im Kunstmarkt angekommen zu sein: Bei einer Versteigerung in New York wurden am Dienstag weder ein Picasso-Gemälde noch eine Giacometti-Skulptur verkauft. Picassos "La fille de l'artiste a deux ans et demi avec un bateau" hätte das Zugpferd der Frühjahrsversteigerung im New Yorker Auktionshaus werden sollen. Es war auf 16 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 12 Millionen Euro, geschätzt worden. Doch die Gebote blieben unter dem Mindespreis, ebenso wie für Alberto Giacomettis Skulptur einer Katze. Die sollte 24 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) einbringen.

Bei der Versteigerung impressionistischer und moderner Kunst seien 29 der 36 angebotenen Werke verkauft worden. Insgesamt seien 61,3 Millionen Dollar (46,2 Millionen Euro) eingenommen worden und damit weit weniger als die zuvor geschätzten 118,8 Millionen Dollar (89,5 Millionen Euro). Bei der Frühjahrsauktion des vergangenen Jahres seien noch 52 Werke für 235,4 Millionen Dollar (177 Millionen Euro) verkauft worden.

Sotheby's selbst fährt einen Sparkurs: Die Zahl der Mitarbeiter soll weltweit zusätzlich zu den bereits angekündigten 15 Prozent nochmals um fünf Prozent schrumpfen. Die Gehälter des Führungspersonals werden um mindestens zehn Prozent gekürzt. Zudem soll es unbezahlten Urlaub und geringere Zahlungen in die US- Pensionskasse geben.

 


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