05.10.2001 14:16:00 MEZ
Österreich zeigt sich in China
Ausstellung "Austrian Contemporary Art, Architecture and Design" im Shanghai Art Museum

Wien - Einen Querschnitt österreichischen zeitgenössischen Kunstschaffens wird es ab 2. 11. (bis 30. 11.) erstmals in Shangahi zu sehen geben: Die Ausstellung "Austrian Contemporary Art, Architecture and Design" im Shanghai Art Museum soll "verstärkte internationale Präsenz österreichischer zeitgenössischer Kunst" zeigen, so Kunststaatssekretär Franz Morak, der das Projekt gemeinsam mit dem Architekten Hans Hollein, dem Kurator der Schau, vorstellte.

Im Sinne eines "cross overs" zwischen den Künsten werden Positionen vermittelt, die "die fließenden Übergänge zwischen Bildender Kunst, Architektur, Medien und Design darstellen", heißt es in einer Aussendung des Bundeskanzleramtes. Die Bildende Kunst wird auf "Wunsch des chinesischen Gastgebers" primär in Form von Malerei präsentiert. Unter anderem durch Werke von Christian Ludwig Attersee, Adolf Frohner, Arnulf Rainer und Hermann Nitsch. Ein wesentlicher Teil der bei der Ausstellung gezeigten Werke entstammt der Sammlung des Ehepaars Essl. Die Auswahl, die sich auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts beschränkt, setzt einen Schwerpunkt ab den späten 80er Jahren.

Im Architektur-Teil der Ausstellung steht das Hochhaus im Vordergrund. Zu sehen gibt es Modelle unter anderem des Gasometer B. Weiters werden Sitzmöbel österreichischer Designer und "Protector", ein aus Kleidersäcken konzipiertes Modeobjekt vom Modeteam "Wendy & Jim", präsentiert. Die Ausstellung, die im Rahmen des Shanghai Art Festivals stattfindet, wird in der rund 1.000 Quadratmeter großen Haupthalle des Shanghai Art Museums gezeigt.

Am 2. und 3. 11. wird das Ensemble Wien zwei Konzerte in Shanghai geben, "um auch die österreichische Musiklandschaft nach China zu transportieren", so Morak. "Im Gegenzug" wird 2002 eine vom Shanghai Art Museum organisierte Ausstellung chinesischer Kunst in Wien gezeigt. (APA)


Quelle: © derStandard.at