Ausgestattet sind die Zimmerparzellen, die mit Farbmarkierungen voneinander getrennt wurden, mit ausrangierten Gerätschaften aus einer echten "Anstalt", und liebevoll wurden die Utensilien des Krankenhausalltags drumherum drapiert: Bunte und Gala liegen neben zerwühltem Bettzeug, halb ausgetrunkene Orangensaftgläser kleckern auf Nachtkästchen, und im Fernsehzimmer quellen die Aschenbecher über. Die Glotze flimmert.
Jakobsen und Freunde haben Wert auf den korrekten Nachbau im Detail gelegt.
Doch es ist alles halb so gruselig geworden. Auf dem Couchtischlein liegen
aktuelle Tageszeitungen, die Fernbedienung steht zur Verfügung: Es ist also
gemütlich im Schreckensszenario, und man hält es dort dank der komfortablen
Infrastruktur und des freundlichen Personals außergewöhnlich lange aus.
(mh/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16. 8. 2001)
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