25.000 seitenstarkes Oeuvre in Blei- und Farbstift
Wölfli (1864 - 1930) hat 35 Jahre seines Lebens in der Irrenanstalt Waldau bei Bern verbracht, wo der als schizophren Diagnostizierte sich im Kopf seine Privatmythologie, sein eigenes Zahlensystem und Vokabular, seine Musik und seine künstlerischen Formen erschaffen hat. In manischem Gestaltungswillen kam sein nach eigenen Worten "komplisiertes Wärk" zustande - ein 25.000 Seiten umfassendes, zu Heften gebundenes Oeuvre: Blei- und Farbstiftzeichnungen, illustrierte Erzähltexte, Noten- und Zahlenbilder sowie Collagen.
"Vögelifreie" Musikbetrachtungen
Das Gesamprojekt "Kopfwelten. Adolf Wölfli", eine Kooperation zwischen der
Adolf-Wölfli-Stiftung Bern, der Sammlung Essl und dem Festival "Wien modern" ist
der "Versuch, eine der waghalsigsten Kopfreisen und Gedankenkonstrukte des 20.
Jahrhunderts darzustellen", heißt es in der Aussendung der Sammlung Essl. U.a.
bietet das Projekt im Rahmen von "Wien modern" über zehn Veranstaltungen, die
die musikalische Seite des Schweizer Künstlers beleuchten. Zwei dieser Konzerte
und Performances finden in der Sammlung Essl statt: "vögelifrei" von "LUX*FLUX"
am 31. Oktober sowie die Videoperformance "999 - (10hoch95)" von Matthew
Ostrowski und Beton-C Bainbridge am 21. November. (APA)
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