Ausgewählte Arbeiten von Michael Kienzer werden vom 30. November bis 13. Dezember in einer Ausstellung im Jesuitenfoyer (1., Bäckerstraße 18) präsentiert.
Kienzer wurde 1962 in Steyr geboren, übersiedelte bereits 1970 nach Graz und lebt derzeit in Wien. Von 1977-79 studierte er in der vom Wotruba-Schüler Josef Pillhofer geleiteten Bildhauer-Klasse an der Grazer Kunstgewerbeschule. Von 1979 bis 1982 hielt sich Kienzer in Berlin auf, wo er u.a. im Kunst- und Kulturzentrum Kreuzberg tätig war. Im Anschluss setzte er sein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Bruno Gironcoli fort. Mitte der 80er Jahre arbeitete er mit Drahtgerüsten, die er mit Gips, Polyester, Eisen, Beton und ähnlichen Materialien zu organisch anmutenden Objekten veränderte und dann bemalte. 1985 widmete ihm die Galerie Peter Pakesch die erste Einzelausstellung. In den folgenden Jahren wurde der Gebrauch von Teppichen, massiven Stricken und Metalldrähten, die er zu überdimensionalen Rollen, Knäueln und "Nestern" zusammenrollte, typisch für die Arbeit des Künstlers. Um 1990 wurde Glas Hauptelement in Kienzers plastischer Arbeit. So entstanden aus aneinander geklebten Scheiben plastische Objekte.
"Michael Kienzer lotet durch die permanente Auseinandersetzung mit bereits
bearbeiteten Themen, die immer wieder aus verschiedenen Blickpunkten
wahrgenommen werden, den Skulpturbegriff neu aus und erweitert ihn", heißt es in
der Begründung der Jury. (APA)
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derStandard.at