Leben in Mietskasernen und Asylbewerberheimen
Aus 24 Ländern kommen die Filme, Videos und Medienkunstarbeiten, die am Grazer Festival, das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal veranstaltet wird, gezeigt werden. Zu sehen sind unter anderem eine Dokumentation über das von Daniel Libeskind geplante, jüngst eröffnete jüdische Museum in Berlin, aber auch Filmessays über das Leben in Mietskasernen und Asylwerberheimen. Präsentiert wird auch der neueste Film des Berliner Dokumentaristen Haroun Farocki, der sich mit dem Akt des Einkaufens speziell in Shopping Malls beschäftigt. Am Eröffnungsabend des Festivals wird der Filmemacher persönlich bei einer Diskussion anwesend sein.
Leben in Hafenstädten
In der Programmreihe "On the Waterfront - Video Diaries" werden in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Filmfestival Rotterdam Filme gezeigt, die sich speziell mit dem Leben in Hafenstädten auseinander setzen (8. bis 11.11., jeweils ab 16.00 Uhr). Das Programmspecial "Cityscapes" wiederum lädt zum Eintauchen in die frenetische Bilderwelt der Wohnutopien der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein. Zu sehen sind Dokumentationen, Videoessays aber auch Spielfilme und Videoclips, die das Leben in riesigen Wohnkomplexen thematisieren.
Konferenz "Infoscapes"
Im Rahmen der Biennale wird aber auch zur Konferenz "Infoscapes" (8. 11. Palais Attems, ab 10.00 Uhr) geladen, die in zahlreichen Vorträgen Projekte von Architekten, Künstlern, Designern und Kuratoren vorstellt, die sich mit den Möglichkeiten der Neuen Medien zur Verbreitung von neuen Ideen im Bereich der Architektur und des Urbanismus auseinander setzt.
Preisverleihung
Von den gezeigten audiovisuelle Arbeiten auf Film, Video, CD-ROM und im
Internet wurden rund 70 für den Preis der Biennale für "Creative Perspectives"
und "Documents" zugelassen, der am Ende des Festivals verliehen wird.
(APA)
Quelle: © derStandard.at