Vonmetz will in dem international renommierten Haus nur mehr eine Ausstellung pro Jahr sehen und das Gebäude die restliche Zeit für Events aller Art zur Verfügung stellen. Eine Reduzierung des künstlerischen Angebots stünde aber im Widerspruch zu einer Auflage des Landes. Dieses hatte in das alte Salzlager 30 Millionen Schilling (2,18 Mio. Euro) ausdrücklich für den Betrieb einer "Kunsthalle" investiert. Diese Summe müsste die Stadt nun zurückzahlen. Kulturlandesrat Günther Platter (VP) hält zwar an dieser Vorgabe fest, jedoch anscheinend nicht an Salden: "Ich muss die Kündigung zur Kenntnis nehmen."
Eine Arbeitsgruppe soll nun über die Zukunft des Hauses entscheiden. Tirols
Grüne, die eine Übernahme der Kunsthalle durch das Land fordern, werfen Platter
vor, dem "Druck von rechts zu weichen". Salden will mit "Boxer" Stehvermögen
zeigen: Auch "den stattfindenden Kulturkampf um die Kunsthalle" solle die
Ausstellung "manifestieren".
(bs/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16. 11.
2001)
Quelle: ©
derStandard.at