23.10.2002 08:12
Neues Leben in der Kunststeppe jenseits des
Gürtels
"Grat": Eine neue Projektplattform
zeitgenössischer KünstlerInnen in der Beckmanngasse
Nur sechs Querstrassen trennen "grat", eine neue Plattform für
zeitgenössische Kunst von der Sargfabrik. Ansonsten ist kulturell gesehen im
Grätzl rund um die Hütteldorfstraße an den Grenzen von Rudolfsheim-Fünfhaus und
Penzing "tote Hose". Das soll nun anders werden.
Über die Grenzen der
Disziplinen hinaus
Die Initiatoren von "grat", Raphael Moser,
Heribert Friedl und Margit Hartnagel, drei in Wien lebende Bildende
KünstlerInnen, verstehen den Raum als Platz, der einer "spezifischen Tendenz
innerhalb der zeitgenössischen Kunst" eine öffentliches Forum bietet. Geplant
sind neben der Eröffnungsausstellung "continue.continue" der Drei auch
disziplinenübergreifende Projekte mit anderen KünstlerInnen.
"grat" =
Label
"grat" hat die Funktion eines Labels, denn
"KünstlerInnengruppe" seien sie keine, erklärt Raphael Moser ihr Vorhaben.
Vielmehr sind sie Menschen mit einer gleichgesinnten künstlerischen Haltung.
Kennzeichen: Eine Reduktion auf das Wesentliche, formal sowie inhaltlich, "die
die Autonomie des Kunstwerks in seiner Selbstreferentialität betont."
Soundperformance
Nach der Eröffnung ist der Raum "grat" an
vier Tagen die Woche geöffnet. Zur Finissage des ersten Ausstellungsprojekts am
5. November gibt es eine Soundperformance von Heribert Friedl und John Norman
von radian, einer Wiener
Gruppe, denen es bei ihren Sound-Oberflächen auf die Spannung zwischen
elektronischen und akustischen Sounds ankommt. (red: kafe)
Service
"grat"
Beckmanngasse 52, 1150
Wien
Di-Fr 15-19 und Sa 10-13 Uhr
5.11., 20 Uhr:
soundperformance