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20.11.2002 21:00

Henkel-Kunstpreis an Dan Perjovschi
Erste Runde eines neuen Preises für Mittel- und Osteuropa geht nach Rumänien



Wien - Der erstmals verliehene Henkel-Kunstpreis für zeitgenössische Zeichnung geht an den rumänischen Künstler Dan Perjovschi. Die Central-Eastern-Europe-Abteilung des weltweiten Konzerns hatte den mit 5.000 Euro dotierten Preis für Kunstschaffende in Mittel- und Osteuropa ausgeschrieben, die Jury wählte unter 182 Einreichungen aus 15 Ländern aus.

Den Nachwuchspreis für Teilnehmer des Gastatelier-Programms von "KulturKontakt Austria" (3.000 Euro) gewann der in Ungarn lebende Künstler Szabolcs KissPal. Die Auszeichnungen wurden am Mittwoch Abend im Wiener Museumsquartier überreicht.

Zeichnung als Thementräger

"Dan Perjovschi verwendet das Medium Zeichnung als Träger gesellschaftspolitisch relevanter Themen. Er benutzt unter anderem Bücher und Plakate als Bildträger und schafft damit eine Form angewandter Zeichnung, die auch einen kritischen Kommentar zur Vorstellung von Zeichnung als dekorativ expressiver Kunst darstellt", begründet Jurysprecher Rainer Fuchs. Perjovschi stehe "in der Tradition von Comics und Cartoon und verknüpft genaue Beobachtungen im Alltagsleben mit ironischen Kommentaren." Indem der Künstler von traditionellen und klischeebehafteten Vorstellungen des Zeichnens Abstand nehme, eröffne er dieser Technik neue Möglichkeiten und Legitimität.

Dan Perjovschi wurde 1961 in Sibiu (Rumänien) geboren und studierte 1980 bis 1984 an der Kunstakademie Iasi. Sein bevorzugtes Medium ist die Zeichnung, bei der er auch Installation, Performance und Video einbezieht. Auslandsaufenthalte führten ihn in die USA, nach Österreich, Schweden und Deutschland. (APA)


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