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12.12.2002 14:03

Österreich: Noch mehr Kunstfälschungen
120 Werke sichergestellt, Zahl der Kopierten gestiegen



St. Pölten - Der Anfang Dezember bekannt gewordene Fall von Fälschungen zeitgenössischer Kunst weitet sich aus. Mittlerweile wurden bereits 120 Exponate beschlagnahmt, bestätigte die Kriminalabteilung St. Pölten am Donnerstag einen Bericht der "Kleinen Zeitung".

Unter den u.a. aus Katalogen kopierten Werken, die vorwiegend auf Flohmärkten verkauft wurden, ergänzen Falsifikate weiterer prominenter Künstler ein lange Liste: "Gugginger Künstler", Arnulf Rainer, Hans Staudacher Max Weiler, Siegfried Anzinger, Hermann Nitsch, Gunter Damisch, Hubert Schmalix, Franz Ringel, Maria Moser zählen zu den Imitierten.

Der mutmaßliche Anbieter ist in Haft. Neben der zeitgenössischen Kunst erschlossen der Verdächtige, ein 42-jähriger arbeitsloser Wiener, und sein auf freiem Fuß angezeigter "Mitarbeiter", der die Werke herstellte, offenbar ein weiteres Betätigungsfeld: Dem Kriminalisten zufolge fanden sich alte Landschaftsgemälde aus der vergangenen Jahrhundertwende, die mit Unterschriften etwa von Alfons Kaufmann und Ernst Huber "aufgebessert" worden waren. (APA)


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