20.03.2003 14:41
Intermediales im öffentlichen Raum
Künstlerhaus präsentiert siegreiche "Klangellipse" und andere
eingereichte Arbeiten zum fünften Pfann Ohmann Preis
Wien - Der am Donnerstagabend zum fünften Mal
vergebene Pfann Ohmann Preis des Wiener Künstlerhauses für interdisziplinäre
Kunst im öffentlichen Raum geht für das Jahr 2002 an das Projekt "Klangellipse
ID" des Künstlerduos sha. & GTT. In einer Ausstellung sind neben dem
Siegerprojekt 16 weitere Arbeiten, die in die engere Wahl gekommen sind, zu
sehen.
Fremdartige Klangwelt
Das Siegerprojekt, die
intermediale Klangellipse ID am Dornerplatz in Wien 17, wurde bereits im
November 2001 in Betrieb genommen. 14 Radio- und TV-Sender aus aller Welt werden
hier in ebenso vielen großen Monolithen gebündelt und simultan erlebbar gemacht:
Dabei sind sowohl die Originalsignale hörbar, als auch ihre Verfremdung, bei der
die Bewegung des Besuchers im Raum eine fremdartige Klangwelt erzeugt. Die dabei
entstehenden tönenden Resultate werden live via www.project-id.at
übertragen.
Die Künstler sha. & GTT realisieren seit Mitte der 90er
Jahre experimentelle Kunstprojekte, die verschiedene Aspekte des öffentlichen
Lebens durchdringen. Ihre Arbeit war bisher u.a. in Basel, Brüssel und
Kopenhagen zu sehen. Im Juli 2000 wurde ihre Ausstellung "sonosphere", die den
Besucher an seine Wahrnehmungsgrenzen führt, im Haus der Musik Wien
eingerichtet.
Preis für interdisziplinäre Kunst
Der Pfann
Ohmann Preis ist mit 7.500 Euro einer der höchstdotierten Preise Österreichs für
interdisziplinäre Kunst im öffentlichen Raum. Er wird alle zwei Jahre vergeben
und wurde im Gedenken an das Werk des bekannten Jugendstil-Architekten Friedrich
Ohmann von dessen Schwiegersohn, dem Architekten Hans Pfann, gestiftet. Die
Jury, die sich aus Mitgliedern der Fachsektionen des Künstlerhauses
zusammensetzt, hatte insgesamt 80 eingereichte Arbeiten zu beurteilen.
Preisträger der vergangenen Jahre waren Gilbert Bretterbauer, Judith Fischer,
Margot Pilz und Manfred Schluderbacher. (APA)