01.07.2003 11:29
Ars Electronica 03: "Code"
Zur
"materia prima" der modernen Informationsgesellschaft
Linz - Vier Buchstaben sind es, doch sie bestimmen heute das
Leben in allen Bereichen: "Code" - die "materia prima" der modernen
Informationsgesellschaft. Dies ist der Ansatzpunkt für die diesjährige "Ars
Electronica" vom 6. bis 11. September in Linz. Die Initiatoren des renommierten
"Festivals für Kunst, Technologie und Gesellschaft" - Gerfried Stocker vom
Linzer Ars Electronica Center und die Kulturchefin des ORF-Landesstudios
Oberösterreich, Christine Schöpf - gaben am Dienstag bei einer Pressekonferenz
eine Vorschau auf die "Ars Electronica 03" mit dem Titel "Code - The Language of
Our Time".
"Erst durch die freie Programmierbarkeit werde die Maschine
Computer zu jenem einzigartigen Medium, das mit großem Erfolg und großer Macht
in alle Bereiche unseres Lebens vorgedrungen ist und gleichzeitig Kriegsgerät,
ökonomisches Arbeitsmittel und künstlerisches Instrument sein kann", wurde bei
der Pressekonferenz erläutert.
Kontrolle
"Code"
stehe im Sprachgebrauch des Computerzeitalters aber auch "für Kontrolle und
Programmierbarkeit. Bioinformatik und Digital Biology nennen sich die 'heißen
Bereiche', die nach Artificial Intelligence und Neurobionik für die neuen
Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts sorgen sollen", so das Programm des
Festivals, in dem die zentrale Frage gestellt wird: "Werden wir mit dem
genetischen Alphabet das Buch des Lebens neu schreiben oder ein biologisches
Babylon heraufbeschwören?".
Die Ars Electronica versteht sich in diesem
Sinn als Plattform der interdisziplinären Begegnung und Konfrontation. Vorträge,
Symposien, Ausstellungen und eine Reihe von Performances stehen auf dem
Programm. Internationale Experten und Künstler haben ihr Kommen zugesagt.
(APA)