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29.09.2003 10:11

Nature morte - grau in grau
Die Galerie Eugen Lendl zeigt Arbeiten, die während Darren Marshalls Rom-Aufenthalt entstanden sind - Foto

Parkettbodenausschnitte strukturieren ihrer Maserung zufolge Darren Marshalls Bilder: schräg oder parallel zum Bildabschluss, einmal in Nachzeichnung eines Labyrinths. Oder es umreißen Bretterverschläge, was innerlich ein Bild im Bild zu nennen wäre, aus dem dann aber keine bunte Wirklichkeit entgegenlacht, wie einstmals von Waldmüller goldig aufgefasst (und bravourös, schon was die Verkürzung von des Bauerkindes Finger anbelangt). Stattdessen wachsen schlaffe Hände aus dem hölzern Eingeweide, halten im höchsten aller Fälle Handys oder Zigaretten, Reliquien auch sie. Kein Fingerzeig also, nichts, was das Bild als angespornte Geste gern verlässt. Auch farblich bleibt sich alles gleich, verhalten, also eintönig im wahrsten Sinne. Der Fläche bleibt verbunden, was ehedem - Grisaille genannt - ein körperschaffend Können stolz vorführte. Und immer dunkel bleibt der Hintergrund. (trag/DER STANDARD, Printausgabe, 29.9.2003)


Galerie Eugen Lendl
Palais Wildenstein
Hans-Sachs-G. 1/I
8010 Graz
0316/82 55 14
Bis 24. 10.

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