16.10.2003 19:35
Nike klagt Public Netbase
Kunstintervention am Karlsplatz soll teuer werden
Wien - "Nikeground - rethinking space", ein Gemeinschaftsprojekt
von Public Netbase mit der Künstlergruppe 0100101110101101.ORG rund um die
Umbenennung des Karlsplatzes in Nikeplatz, soll gerichtlich verboten werden. Die
Firma Nike hat am 14. 10. eine Klage eingereicht gegen die Netbase, Streitwert
78.000 Euro, welche sich auf die Freiheit der Kunst beruft. Fortsetzung folgt.
(dok /DER STANDARD, Printausgabe, 17.10.2003)
0100101110101101.ORG entwickelte den "hardly believeable nikeplatz
trick" gemeinsam mit Public Netbase. Eine Sprecherin der Künstlergruppe
erklärte: "Wir wollten die Stadt zur Bühne eines Theaterstücks machen und durch
eine hyper-reale Inszenierung die Wahrnehmung dieser Stadt verändern."
Public Netbase-Leiter Konrad Becker ergänzt: "Wir sehen es als unsere
Aufgabe, das Spannungsverhältnis zwischen öffentlichem Interesse und der
Ökonomisierung aller Lebensbereiche zur Diskussion zu stellen und durch direkte
Intervention in den urbanen und medialen Raum Handlungsfelder zu erweitern."
(red)