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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
23.12.2003
19:57 MEZ
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, Wien, Schillerplatz 3. Di- So, Feier- tag, 10-16 Uhr. Bis 15.2.
 
Die Nähe der Meister
Peter Dresslers Fotos in der Gemäldegalerie

Wien - Liebe kann ja so wunderschön sein, vor allem wenn das Gegenüber leblos ist. Kein Zurückreden, sondern stille Übereinkunft und jede Menge Projektionen bestimmen das Bild. In unserm Fall das wirkliche Bild: Fotograf Peter Dressler, Meister der (Selbst-)Inszenierung mit Schalk im Nacken, setzte sich selbst als leidenschaftlicher Sammler Alter Meister in Szene. Tatort: Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste, die er aber als Privatgemach ausgibt. Im elegant-bequemen Hausanzug, in blank polierten Lackschuhen und exakt gescheitelt, studiert er die geliebten Meister, putzt oder retouchiert sie, spricht zärtlich mit ihnen.

Die 26 Fotos befinden sich auch In unmittelbarer Nähe, so auch der Ausstellungstitel zu den tatsächlich ausgestellten Werken. So weisen Fotos von Bilddetails auf vor Ort tatsächlich hängende Gemälde. Nachgerade liebevoll stellt Dressler eine Art Affenliebe zur Kunst dar, die erheitert und rührt. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24. - 26. 12. 2003)


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