E I N L A D U N G Z U R E R Ö F F N U N G D E R A U S S T E L L U N G :
KUNSTHALLE 8
"SUSPENSE 04": NIVES WIDAUER
KURATIERT VON ANDREA WINKLBAUER
ERÖFFNUNG: MI, 10. 03. 04, 19.00 UHR
DAUER DER AUSSTELLUNG: 11. 03. - 20. 03. 04
GEÖFFNET: MI-FR 15.30-19.30, SA 11.00-14.00 UHR
SCHADEKGASSE 6-8
A-1060 WIEN
TEL/FAX: +43 1 5852613
galeriekunstbuero@chello.at
http://www.kunstbuero.at
AUSSTELLUNGSREIHE SUSPENSE :
SEPTEMBER 2003 BIS DEZEMBER 2004
Der erste Teil der Ausstellungen dieser Reihe wird von Andrea Winklbauer
(Kritikerin, Kuratorin in Wien) konzipiert. Unterschiedliche Formen von Suspense
hat sie in Arbeiten von Siegfried A. Fruhauf (A), Gabriele Steidinger
(D),Kerstin Cmelka (A) und Nives Widauer (CH) vorgefunden.
In weiterer Folge werden KünstlerInnen und KuratorInnen aus Deutschland,
Österreich, Slowenien, Italien und der Schweiz zu Ausstellungen eingeladen.
ANDREA WINKLBAUER ZUM THEMA SUSPENSE:
"Suspense" ist aus dem Filmbereich bekannt. Ihr Meister, Alfred Hitchcock,
definierte mit diesem Begriff die gespannte Grundstimmung, die er durch
geschickte Manipulation hervorrief. In Hitchcocks Filmen entwickelt "Suspense" eine
ganz eigene Poesie, die Poesie eines großen Kunstwerks.
Untersucht man Arbeiten der bildenden Kunst auf das Vorhandensein dieses
Phänomens, so offenbart sich ein interessantes Muster: "Suspense" findet man
immer dort, wo ein künstlerisches Konzept aufgeht und das Werk eine Intensität
erreicht, der man sich nicht entziehen kann. Suspense ist keine
erzählerische Haltung. Dem Künstler muss es, ähnlich Hitchcock, gelingen,
beim Betrachter etwas auszulösen, das die bloße Wahrnehmung des Kunstwerks
übersteigt. "Suspense" ist eine Intensität der Form. Es ist nicht unbedingt
erforderlich, dass eine Arbeit die "Spannung" auch zu ihren Inhalt macht.
Die Ausstellungsreihe vereint exemplarische Arbeiten von vier KünstlerInnen,
durch die "Suspense" auf unterschiedliche Arten entsteht. Bei der Auswahl
wurde darauf Wert gelegt, die Herkunft des Begriffs aus dem Medium Film zu
berücksichtigen und trotzdem auch als ein wichtiges Element der bildenden
Kunst hervorzuheben.
Nives Widauers Fotos von Landschaften mit Mondschatten wurden mit einer
analogen Kamera in Vollmondnächten aufgenommen und sind nicht digital bearbeitet.
Sie zeigen ein Naturphänomen, das für das freie Auge so nicht wahrnehmbar
ist. Suspense entsteht aus dem Gegensatz zwischen den von der Romantik
geprägten Vorstellungen, die mit der Nacht, dem Mond und dem Geheimnis
verbunden sind, und deren Sichtbarmachen und Ästhetisieren durch die Kamera.
Nives Widauer: Kurzbiografie
Geboren 1965 in Basel (CH). Studierte Geschichte und Kunstgeschichte an der
Universität Basel. Ab 1987 Studium an der Schule für Gestaltung Basel. Reisen
nach Japan, Australien und in den Südpazifik. Zahlreiche Einzelausstellungen
und Ausstellungsbeteiligungen. Installative Arbeiten für die Bühne. Lebt in
Basel und Wien.