
Aigner malte besessen Bild um Bild. Diese Obsession drückt sich auch in seinen opulenten, visionären Werken aus. Seine meist monumentalen Werke in altmeisterlicher Technik bewegen sich zwischen Eros und Religion, zwischen Surrealismus und Fantastischem Realismus. Immer wieder taucht Rembrandt als Motiv in seinen Gemälden auch, weshalb der deutsche Kulturjournalist Heinz Dieckmann sein Fernsehporträt "Fritz Aigner - Rembrandt von Linz" (1980) titelte.
Aigner wurde am 13. Juli 1930 in Linz geboren. Als 17-Jähriger bekam er für
die Klasse von Sergius Pauser an der Akademie der bildenden Künste in Wien ein
Stipendium. Für seine Abschlussarbeit "Die Klage des verlorenen Sohnes" erhielt
er 1952 den Staatspreis. Mitte der 60er gründete Aigner gemeinsam mit Malern und
Bildhauern wie Josef Fischnaller und Erich Ruprecht die neue Donauschule.
Gestern, Montag, wurde im Casino Linz eine Aigner-Ausstellung eröffnet. Sie
dauert nur bis 15. 1. (ker/DER STANDARD, Printausgabe, 11.01.2005)