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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
10. Jänner 2005
20:59 MEZ
Foto: APA/M.C.Aigner

Fritz Aigner 1930-2005
"Linzer Rembrandt" trotzte allen Zeitgeistströmungen

Linz - Er galt als Einzelgänger im oberösterreichischen Kunstbetrieb, der allen Zeitgeistströmungen trotzte. Der Künstlervereinigung Maerz oder der Secession, deren Mitglied er war, kehrte er den Rücken. Fritz Aigner blieb aber auch zeitlebens ein Verkannter, der im Gegensatz zu seinem Studienkollegen Ernst Fuchs den internationalen Durchbruch nicht schaffte. Am Sonntag ist der Linzer Maler im Alter von 74 Jahren gestorben ist.

Aigner malte besessen Bild um Bild. Diese Obsession drückt sich auch in seinen opulenten, visionären Werken aus. Seine meist monumentalen Werke in altmeisterlicher Technik bewegen sich zwischen Eros und Religion, zwischen Surrealismus und Fantastischem Realismus. Immer wieder taucht Rembrandt als Motiv in seinen Gemälden auch, weshalb der deutsche Kulturjournalist Heinz Dieckmann sein Fernsehporträt "Fritz Aigner - Rembrandt von Linz" (1980) titelte.

Aigner wurde am 13. Juli 1930 in Linz geboren. Als 17-Jähriger bekam er für die Klasse von Sergius Pauser an der Akademie der bildenden Künste in Wien ein Stipendium. Für seine Abschlussarbeit "Die Klage des verlorenen Sohnes" erhielt er 1952 den Staatspreis. Mitte der 60er gründete Aigner gemeinsam mit Malern und Bildhauern wie Josef Fischnaller und Erich Ruprecht die neue Donauschule. Gestern, Montag, wurde im Casino Linz eine Aigner-Ausstellung eröffnet. Sie dauert nur bis 15. 1. (ker/DER STANDARD, Printausgabe, 11.01.2005)


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