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| 18.01.2005 - Kultur&Medien / Ausstellung | ||
| Museen: Mumok-Chef Köb in Turbulenzen | ||
| Der Direktor des Museums moderner Kunst, Edelbert Köb, kämpft um seinen Posten. | ||
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"Ich dachte, ich habe noch viel Zeit. Jetzt sehe ich, ich habe Zeit, aber nur mehr wenig. Auf jeden Fall werde ich mit der Ministerin ein Gespräch führen. Das wurde durch die Öffentlich-Machung bewirkt." Edelbert Köb (62), seit Anfang 2002 Direktor des Wiener Museums moderner Kunst (Mumok), gibt nicht auf. Nachdem das "profil" Montag Ministerin Gehrer mit der
Ankündigung der Neuausschreibung der Direktion des Mumok zitiert hatte,
zog die Ministerin ihre Aussage zurück: "Ich habe mich unpräzise
ausgedrückt. Ich meinte, man müsse rechtzeitig handeln." Der Schluss, dass
Köbs Vertrag nicht verlängert werde, könne nicht gezogen werden. Er habe bewusst einen schwierigen Weg gewählt, so Köb. Während viele andere Direktoren nur auf Ausstellungen setzen, "die man von heute auf morgen machen, an- und ausknipsen kann", sei ihm "die Sammlung der wissenschaftlichen Anstalt Dreh-und Angelpunkt". Er habe ein klares Konzept, könne auch auf Erfolge, etwa Besucherzuwächse (2004: um 51 Prozent) verweisen - und er rechne mit der Unterstützung seines Kuratoriums, sagt Köb. Demnächst gibt es eine Kuratoriumssitzung. Danach werde er mit Gehrer sprechen. Und er hoffe, dass auch Museumsdirektoren, die gegen den Strom schwimmen, Gehör bei Politikern finden. Köbs Vertrag läuft bis 2006. Wird er sich bewerben, wenn neu ausgeschrieben werden sollte? "Das bleibt offen. Ich habe nicht gerechnet, dass mein Vertrag nicht verlängert wird. Bis Jahresende muss jedenfalls eine Entscheidung fallen. Man muss ja planen können. Ich kämpfe jetzt für die Zukunft des Museums, auch wenn ich sie als Direktor nicht mehr erleben werde." Die Vorarlberger Grünen - Köb ist Vorarlberger wie Gehrer
und Gründungsdirektor des Bregenzer Kunsthauses - meinten am Montag, die
Bildungsministerin versuche, "einen kritischen Geist abzusägen und
kaltzustellen". bp |
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