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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
12. Mai 2007
14:25 MESZ
>> Magazin4, Bregenz, (05574) 439 71. www.magazin4.at, Bis 24. 5.  
Foto: Magazin 4
Dämon des Messi-Syndroms.

Energie und Macht
Der Konzeptkünstler Feuerstein hat in Bregenz eine anspruchsvolle Ausstellung kuratiert - Der Titel "Die Dämonen" bietet mehrere Deutungsansätze

Da ist zum einen der griechische "Daimon", ein antiker Zu- und Verteiler von Schicksalen oder Ressourcen. Zweitens wird auf den so genannten "Maxwell\schen Dämon" angespielt, ein Gedankenexperiment aus dem frühen 19. Jh., das die Verteilung von Gasen aufgrund ihres Energiegehaltes definierte. Drittens ist der Dämon ein Begriff aus der modernen Informationstheorie, eine Bezeichnung für Algorithmen, die in elektronischen Systemen selbsttätig arbeiten, etwa Informationen beschaffen etc.

Eine Suchmaschine wie Google durchsucht mithilfe solcher "Bots" das Internet nach Inhalten (Der Mailer-Daemon dürfte allen E-Mail-Nutzern bekannt sein). Die Informationsverteilung, das Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt, zwischen Ordnung und Entropie ist das Feld, das acht Künstler, unter ihnen Clegg & Guttmann, Chris Martinek oder Peter Szely, beackern. Außerdem wurde eine Vinyl-LP u. a. mit Musik von Philipp Quehenberger herausgegeben. (mh, DER STANDARD, Printausgabe, 12./13.05.2007)


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