Der
Konzeptkünstler Feuerstein hat in Bregenz eine anspruchsvolle
Ausstellung kuratiert - Der Titel "Die Dämonen" bietet mehrere
Deutungsansätze
Da
ist zum einen der griechische "Daimon", ein antiker Zu- und Verteiler
von Schicksalen oder Ressourcen. Zweitens wird auf den so genannten
"Maxwell\schen Dämon" angespielt, ein Gedankenexperiment aus dem frühen
19. Jh., das die Verteilung von Gasen aufgrund ihres Energiegehaltes
definierte. Drittens ist der Dämon ein Begriff aus der modernen
Informationstheorie, eine Bezeichnung für Algorithmen, die in
elektronischen Systemen selbsttätig arbeiten, etwa Informationen
beschaffen etc.
Eine Suchmaschine wie Google
durchsucht mithilfe solcher "Bots" das Internet nach Inhalten (Der
Mailer-Daemon dürfte allen E-Mail-Nutzern bekannt sein). Die
Informationsverteilung, das Verhältnis zwischen Subjekt und Objekt,
zwischen Ordnung und Entropie ist das Feld, das acht Künstler, unter
ihnen Clegg & Guttmann, Chris Martinek oder Peter Szely, beackern.
Außerdem wurde eine Vinyl-LP u. a. mit Musik von Philipp Quehenberger
herausgegeben. (mh, DER STANDARD, Printausgabe, 12./13.05.2007)