
Verspielt und bunt, witzig und gelegentlich auch ein wenig oberflächlich, so wirken Hahns Installationen, filmische Experimente und Apparaturen, aus denen Klingeltöne und Stimmen dringen oder die Gedankengänge des Betrachters als wohl augenzwinkernd eindimensionales Rauschen dargestellt sind. Optische Geräte, die mit verzerrter Perspektive und motivischer Beliebigkeit nach dem Zufallsprinzip arbeiten, gehören nicht zu den stärksten Ausstellungsteilen, aber die Sinnlichkeit von historischem Programmierer-Schrott, der Witz des selbst Gebastelten und immer wieder der Mut zu darstellerischer Klarheit wiegen schwerer und prägen vor allem Hahns 20 ausgestellte Drucke und Zeichnungen. Da wird nicht nur großes grafisches Können, sondern vor allem Gefühl für Farbe und Ästhetik deutlich.
Hahns Arbeiten haben allesamt etwas Konkretes, immer bleibt das Dargestellte sinnfällig und selbst in seinen eher dekorativen Werken verschanzt sich der 53-Jährige, seit 1980 in New York lebende Künstler nicht im Abstrakten. Wenn Riesen-Insekten durch die Küche fliegen, Planeten durch ein Wohnzimmer schweben, kalifornische Landschaften Hahns Interesse geweckt haben oder eine Videokamera sich selbst aufnimmt, dann scheinen Geschichten hinter bildnerischen Experimenten versteckt zu sein, ohne die der Gang durch diese Ausstellung lange nicht so amüsant und kurzweilig wäre. (APA)