
Davon ausgehend, dass Kunst im öffentlichen Raum nicht nur Ausweitung der künstlerischen Praxis bedeutet, sondern auch positiv auf das urbane Terrain einwirken kann, hat das Kuratorenteam um Ursula Maria Probst die Veranstaltungsreihe "ARTMAPPING I" entwickelt, die direkt an das Fluc angedockt ist. Seit Kurzem tummeln sich auf diesem nun mehrere lebensgroße Figuren Christian Eisenbergers, der mit seinen Objekten immer wieder öffentliche Flächen besetzt. Während seine Intervention unübersehbar ist, hat Andrea Ressi ihre Kritik an der Kommerzialisierung des öffentlichen Raums im Billboard-Format sehr diskret formuliert.
Angenehm unaufdringlich auch die Arbeit von Nicolas Jasmin: das Wort "permanent" auf einem Leuchtkasten. Permanent installiert wurde zudem das Wandgemälde von Constanze Schweiger, die das Fluc mit rhythmisierten optischen Mitteln als offenen Übergang zum Prater markiert. Im Inneren erzählen Videos von David Jourdan, Anna Jermolaewa oder Anu Pennanen von kritischen Aneignungen, aber auch alternativen Umgehungen der immer rigider werdenden, öffentlichen Nutzungsrechte der Stadt. (cb/ DER STANDARD, Printausgabe, 16.05.2007)