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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
16. Mai 2007
17:39 MESZ
Fluc Praterstern
Bis 31. 8.
1010 Wien  
Foto: Constanze Schweiger
Constanze Schweiger am Fluc: "Unsquare Dance", 2007, Lack auf Container.

Aktiver Urbanismus
Neue städtische Aus- und Einblicke im Wiener Fluc: Kunst im öffentlichen Raum von Christian Eisenberger, Andrea Ressi, Nicolas Jasmin,...

Im Grunde reicht allein der Blick auf die Baustelle Bahnhof Wien Praterstern, um im Fluc ein urbanes Lebensgefühl zu entwickeln. Dennoch sind die engagierten Betreiber des Veranstaltungsraums stets um neue städtische Aus- und Einblicke bemüht.

Davon ausgehend, dass Kunst im öffentlichen Raum nicht nur Ausweitung der künstlerischen Praxis bedeutet, sondern auch positiv auf das urbane Terrain einwirken kann, hat das Kuratorenteam um Ursula Maria Probst die Veranstaltungsreihe "ARTMAPPING I" entwickelt, die direkt an das Fluc angedockt ist. Seit Kurzem tummeln sich auf diesem nun mehrere lebensgroße Figuren Christian Eisenbergers, der mit seinen Objekten immer wieder öffentliche Flächen besetzt. Während seine Intervention unübersehbar ist, hat Andrea Ressi ihre Kritik an der Kommerzialisierung des öffentlichen Raums im Billboard-Format sehr diskret formuliert.

Angenehm unaufdringlich auch die Arbeit von Nicolas Jasmin: das Wort "permanent" auf einem Leuchtkasten. Permanent installiert wurde zudem das Wandgemälde von Constanze Schweiger, die das Fluc mit rhythmisierten optischen Mitteln als offenen Übergang zum Prater markiert. Im Inneren erzählen Videos von David Jourdan, Anna Jermolaewa oder Anu Pennanen von kritischen Aneignungen, aber auch alternativen Umgehungen der immer rigider werdenden, öffentlichen Nutzungsrechte der Stadt. (cb/ DER STANDARD, Printausgabe, 16.05.2007)


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