Zeitschrift
springerin 1/07. Andere Modernen
- Österreich, Wien
Verlag: Folio Verlag
1029-1830
deutsch
Herausgeberschaft: springerin. Hefte für Gegenwartskunst
Erwähnung: Jochen Becker, Christa Benzer, Sergio Bologna, Martin Conrads, Andreas Fogarasi, Sabine Grimm, Lawrence Grossberg, Michael Hauffen, Dietrich Heissenbüttel, Danièle Huillet, Villö Huszai, Christian Höller, Jens Kastner, Edith Krebs, Alessandro Ludovico, Markus Miessen, Suzana Milevska, Nesa Paripovic, Benjamin Paul, Raqs Media Collective, Klaus Ronneberger, Georg Schöllhammer, Cédric Vincent, Arye Wachsmuth, Zelko Wiener, Krystian Woznicki, Hias Wrba
Umfangsangabe: 96 S. : zahlr. Ill. // Die Debatte über das Vermächtnis der Moderne scheint in der aktuellen Kunst, aber auch im sozialen wie politischen Leben ungebrochen anzuhalten. Glaubte man vorübergehend, in ein postmodernes Zeitalter eingetreten zu sein, so haben sich die Zeichen die letzte Dekade über zu wandeln begonnen. Leben wir vielleicht doch inmitten einer Art Rest-Moderne, so fragmentiert und überformt diese sein mag? Zumindest ästhetisch bzw. lebensweltlich scheint dies nicht ganz von der Hand zu weisen zu sein. Oder ist gar eine Zweite Moderne angebrochen, wie dies bisweilen im sozialwissenschaftlichen Diskurs behauptet wird? Zusätzlich ist in letzter Zeit die Frage nach anderen, alternativen Konzeptionen von Moderne in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Andere Modernen wären demnach die historisch unterbelichteten bzw. unerforschten Möglichkeiten, die es retrospektiv, aber auch zukunftsgerichtet aufzuarbeiten gilt. In diesem Sinn greift das Winter-Heft ein Leitmotiv der documenta 12 – »Ist die Moderne unsere Antike?« – auf und versucht, es entlang globaler Parameter weiterzudenken. Das indische Raqs Media Collective etwa begreift die Moderne als eine Art Warteraum, in dem unzählige andere als die tatsächlich realisierten Narrative auftauchen oder zum Vorschein gebracht werden können. Die Idee gespensterhafter Parallelgeschichten bzw. einer »Off-Moderne« findet ihren Widerhall in Lawrence Grossbergs theoretischem Exposé alternativer, ja multipler Modernen. Andreas Fogarasis Rechercheprojekt zu ungarischen Kultur- und Bildungshäusern der Nachkriegszeit sowie ein Kurzfeature über den serbischen Künstler Nesa Paripovic runden diesen ersten Themenblock ab.
Dass die Befreiung der Moderne aus einer vereinheitlichenden, ja totalisierenden Sichtweise stark mit einer Änderung von Repräsentationsparametern zusammenhängt, belegt eine Reihe weiterer Beiträge: Markus Miessen befasst sich in seinem Essay mit der Frage, wie ein nicht-konsensuelles, sondern konfliktbeladenes Verständnis von Partizipation, der Teilnahme an politischen und kulturellen Prozessen, aussehen könnte. Sergio Bologna setzt sich im Interview mit Darstellungsproblemen im Hinblick auf aktuelle Arbeitsverhältnisse auseinander. Und Suzana Milevska widmet sich am Beispiel eines Films über die Roma-Minderheit in Mazedonien der Thematik, welche Einschränkungen und Potenziale in der Repräsentation »nackten Lebens« zum Tragen kommen. Eine Frage, die angesichts aktueller Flüchtlingsproblematiken nicht so schnell an Dringlichkeit verlieren wird – weshalb sie in der nächsten Nummer in erweitertem Rahmen fortgeführt wird. [Quelle: www.springerin.at, 02.11.2017]
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- ... UND SO HAT KONZEPT NOCH NIE PFERD BEDEUTET, 15.09.2006 – 17.12.2006, Generali Foundation, Österreich, Wien, Robert Barry, Gottfried Bechtold, Sabine Breitwieser (Kurator/in), Kaucyila Brooke, Alice Creischer, Maria Eichhorn, Andrea Fraser, Dan Graham, Mary Kelly, John Knight, Július Koller, Jaroslaw Kozlowski, Richard Kriesche, Hans Küng, Mierle Laderman Ukeles, Dorit Margreiter, Sergey Maslov, Henrik Olesen, Adrian Piper, Mathias Poledna, Florian Pumhösl, Cosima Rainer (Kurator/in), Martha Rosler, Allan Sekula, Andreas Siekmann, Goran Trbuljak, Tucumán Arde, Yelena Vorobyeva & Viktor Vorobyev, Heimo Zobernig
- Cooling Out. Zur Paradoxie des Feminismus, 13.08.2006 – 01.10.2006, Kunsthaus Baselland, Schweiz, Muttenz, 3 Hamburger Frauen, Maura Biava, Esra Ersen, Naomi Fisher, Sylvie Fleury, Dani Gal, Andrea Geyer, Sharon Hayes, Zilla Leutenegger, Erik van Lieshout, Katrin Mayer, Josephine Meckseper, Renata Poljak, Elodie Pong, Aurora Reinhard, Sabine Schaschl (Kurator/in), Bettina Steinbrügge (Kurator/in), Maki Tamura, Pernille Kapper Williams, René Zechlin (Kurator/in), Ella Ziegler
- It´s time for action. (there´s no option) about feminism, 26.08.2006 – 22.10.2006, Migros Museum für Gegenwartskunst, Schweiz, Zürich, Patty Chang, Mary Beth Edelson, Mathilde ter Heijne, Manon, Yoko Ono, Pipilotti Rist, Katharina Sieverding, Annie Sprinkle, Cosey Fanni Tutti
- playback_ simulierte wirklichkeiten / simulated realities, 03.09.2006 – 05.11.2006, Edith-Ruß-Haus für Medienkunst , Deutschland, Oldenburg, Ant Farm & T.R. Uthco, Beate Geissler/ Oliver Sann, Christoph Draeger, Omer Fast, Lynn Hershman Leeson, Felix Stephan Huber, Eddo Stern, Milica Tomić, Susanne Weirich
- wieder und wider. performance appropiated, 08.11.2006 – 18.11.2006, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig, MUMOK, Tanzquartier Wien, Österreich, Wien, Barbara Clausen (Kurator/in), Sigrid Gareis (Kurator/in), Achim Hochdörfer (Kurator/in), Martina Hochmuth (Kurator/in), Krassimira Kruschkova (Kurator/in)
- Felix Gonzales-Torres, 01.10.2006 – 09.01.2007, Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin, Deutschland, Berlin, Leonie Baumann (Rede), Eugen Blume, Félix González Torres, Frank Wagner (Rede), Elmar Weingarten (Rede)
Archivarische Verzeichnung: