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    springerin 2/22. Hysterien

    springerin 2/22. Hysterien. 2022 [Inhaltsverzeichnis] (pdf )
    springerin 2/22. Hysterien. 2022 [Cover] (jpg)

    Herausgeberschaft: springerin. Hefte für Gegenwartskunst

    Erwähnung: Mirela Baciak, Noit Banai, Jochen Becker, Christa Benzer, James Bridle, Bettina Brunner, Milena Dimitrova, Helmut Draxler, Frankfurter Hauptschule, Peter Friedl, Dan Graham, Julia Hainz, Michael Hauffen, Fanny Hauser, Dietrich Heissenbüttel, Christian Höller, Stine Marie Jacobsen, Nikita Kadan, Richard Kriesche, Peter Kunitzky, Annie Kurz, Melanie Letschnig, Kateryna Lysovenko, Amish Raj Mulmi, Susanne Neuburger, Karina Nimmerfall, Martin Reiterer, Marc Ries, Bernd Scherer, Eske Schlüters, Georg Schöllhammer, Maria Sitte, Carrie May Weems, Christine Würmell, Jirí Ševcík

    Umfangsangabe: 95 S. : zahlr. Ill. // Hysterische Erscheinungen überraschen uns immer wieder, auch weil wir sie an uns selbst beobachten können. Doch wie lässt sich das Hysterische als eine Kategorie zur Analyse der Gegenwartsgesellschaft und ihrer Individuen begreifen? Wie eine Neudefinition des Begriffs in Angriff nehmen? Welche Spiel- und Ausdrucksweisen rund um Erregtheit und Hysterie haben sich die letzten Jahre hinweg in der Kunst abzuzeichnen begonnen? Das Themenheft „Hysterien", das in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach (Lehrgebiet Soziologie und Theorie der Medien) entsteht, geht diesen Fragestellungen nach und versucht, hinter die vielfältigen Phänomene des Aufgebrachten und Empörten, des Gereizten und Erregten zu blicken. Dazu bedarf es nicht nur einer historischen Klärung der Ursprünge und Entwicklungen dieses Phänomenbereichs aus Widerständigkeiten und Zuschreibungen, sondern auch einer empirischen Symptomanalyse moderner und nachmoderner Störungen – Störungen, die von Psychiatrie und Psychoanalyse mittlerweile mit erweiterten (und erhellenden?) Begriffen kategorisiert werden wie Konversionsstörung, Dissoziationsstörung oder histrionische Persönlichkeitsstörung. Auf der anderen Seite, jener der Gesellschaft, finden sich Synonyme wie „Erregungsgesellschaft“, „Moral- und Tugendpanik“, „Tyrannei der Intimität“ bzw. vielerlei Neologismen, die mit „Hyper“ beginnen. Doch wie lassen sich individuelle bzw. subjektive Symptomatiken und das Feld gesellschaftlicher Störungen auf wechselseitig erhellende Art miteinander verbinden? Gibt es Bilder solcher Verknüpfungen, die sich analytisch zu den heute immer rascher vonstatten gehenden Medienhysterien verhalten? Gibt es Spuren, die von Charcots „photographischer Klinik“ hin zu den zeitgenössischen „Medien-Kliniken“ weisen? Können künstlerische Urszenen und Hysterie-Bearbeitungen hier produktive Abhilfe verschaffen? All dem versucht sich dieses Kooperationsheft in eingehenden Theorie- und Werkstudien zu widmen.
    [Quelle:

    Dieses Objekt befindet sich im Archiv der basis wien [6.00.SPRIN.099]. Standort 1150 Wien. Kontakt: T +43 (0)1 5226795, office@basis-wien.at

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