In Salzburg eröffnet das Museum der Moderne. Endgültig. Vorausgegangen ist ein Marathon von Pre-Events: künstlerische Bespielung des Bauzauns, Voreröffnung mit der Ausstellung "Einleuchten" im Juli diesen Jahres, Eröffnung des Museumsshops in der vergangenen Woche. Bei dieser Gelegenheit war es möglich, einen Blick in die gerade im Aufbau befindliche Ausstellung zu werfen. Ziemlich eng gehängt, ist der erste Eindruck.
Das Museum der jungen Münchner Architekten Friedrich Hoff Zwink hatte es von
Anfang an nicht leicht. "Die Salzburger verlangen nach Größe, auch wenn sie
dabei die Hose voll haben", schreibt Friedrich Achleitner, der der Auswahljury
im Wettbewerb angehörte, in der soeben erschienenen Dokumentation (Museum der
Moderne Salzburg, Verlag Anton Pustet, € 28,-). Bekommen haben sie eines der
besten Häuser, die während des Museumsbooms in Mitteleuropa errichtet wurden. Es
insze-
niert den Aufstieg aus dem Berg, ohne zu billigen Metaphern greifen
zu müssen. Es dient der Kunst mit neutralen Räumen und ist doch keine Schachtel.
Schade, dass ganz am Ende Matteo Thun das Restaurant übertragen wurde. Aber was
sind schon Hirschgeweihe gegen das Panorama Salzburgs? (oel, DER STANDARD,
ALBUM, Printausgabe vom 23./24.10.2004)