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| Museumswelt aufgeblasen |
Die weltweit wesentlichsten Projekte
der Ausstellungsarchitektur des 21. Jahrhunderts sind ab heute
(Vernissage: 19 Uhr) im Linzer Kunstmuseum Lentos zu sehen.
Das Lentos ist die einzige Österreich-Station dieser
internationalen Tourneeausstellung.
Prall
aufgeblasene, transparente Plastik-Würfel im Großen Saal des
Linzer Kunstmuseums Lentos. In ihrem Inneren: 27
Museumsmodelle, gefertigt von internationalen
Architektur-Hochkarätern wie etwa Tadao Ando (Chichu
Kunstmuseum), Zaha Hadid (Maxxi-Museum, Rom), Coop Himmelblau
(Musée des Confluences, Lyon), Daniel Libeskind (Denver Art
Museum) oder dem Spacelab Cook-Fournier (Kunsthaus
Graz). Das zählt wohl zum Schwierigsten, was
Ausstellungsgestalter „in Form“ bringen müssen: Präsentationen
von Architektur. Was kann man da auch schon groß zeigen?
Modelle, Skizzen, Fotos vom fertigen Objekt und
aus. Überraschend originell Das Lentos beweist hier,
dass es das nötige Kreativpotenzial hat, um selbst solche
Anforderungen originell zu bewältigen. Der
Architekturausstellung wurde nämlich eine
Ausstellungsarchitektur verordnet und das
oberösterreichisch-vorarlbergerische Architektentrio „caramel“
für die Gestaltung der Ausstellung „Museen im 21. Jahrhundert.
Ideen – Projekte – Bauten“ engagiert. Es stellte die
Modelle in besagte Plastikblasen, setzte sparsame
Farb-Akzente, hängte Eternitplatten von der Decke ab und
montierte darauf Fotos und Skizzen, was dem statischen
Thema einen kuriosen Pep verleiht. Abgesehen davon, dass die
Gedankenachse zu mitunter wie Luftblasen platzenden
Bauprojekten eine weitere Facette eröffnet. „Im Lentos
wirkt die Schau wirklich viel spannender!“, freut sich
jedenfalls ein Architekturpilger, der die aus Basel kommende
und zehn Museen weltweit bereisende Tournee-Ausstellung
bereits gesehen hat. Ein eigener Raum ist dabei den Linzer
Museumsprojekten (AEC, Südflügel Schloss, Lentos) gewidmet,
und im Bereich der Gemälde-Sammlung setzte der Linzer Künstler
Peter Köllerer drei herrlich absurde Raum-Interventionen mit
Fotos bzw. Fototapeten. So kann eine Architekturausstellung
tatsächlich auch noch überraschen. Die OÖN werden Ihnen
vierzehntägig die zehn wichtigsten Projekte daraus
vorstellen. Info: http://www.lentos.at/
vom 22.11.2006 |
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