Weniger gelassen blickt Hegyi künftigen Betriebs- und Kostenproblemen ins Auge. "Es ist gefährlich zu privatisieren, ehe man nicht wenigstens ein Jahr Erfahrung mit den Betriebskosten hat" erklärt Hegyi zu seiner Weigerung (der dann der Verzicht auf Vertragsverlängerung folgte), das Museum gleich nach der Eröffnung mit 1. Jänner 2002 in die Selbstständigkeit zu führen. "Das können Kleinigkeiten und Details sein, die vorher nicht absehbar waren und die sich summieren können" so Hegyi.
"Die Sammlung"
"Es ist ein Museum für die gegebene Sammlung" ist Hegyi überzeugt, der nie ein Hehl daraus gemacht hat, dass er das neue Museum "raummäßig und auch funktional" für nicht geeignet hält, die kommende Kunst des 21. Jahrhunderts aufzunehmen. Die mit der Geschichte des Hauses gewachsenen Sammlungsschwerpunkte bilden das Rückgrat der Eröffnungspräsentation "Die Sammlung", die auf fünf großen und vier kleineren Ausstellungsebenen chronologisch aufsteigend besondere Akzente bei Pop Art und Fotorealismus, bei Fluxus und Nouveau Realismus und beim Wiener Aktionismus setzen kann.
Dass die Sammlung des Museums eine Reihe wesentlicher Werke repräsentieren
kann, ist zuallererst der Ludwig-Stiftung zu danken, die überhaupt erst den
Erwerb von internationaler Kunst auch im Preisbereich von drei oder vier
Millionen Schilling ermöglicht. Das MUMOK wurde 1962 als Museum des 20.
Jahrhunderts gegründet und zog 1979 als Museum moderner Kunst und mit
Stiftergaben der Sammlung Ludwig ins Palais Liechtenstein ein.
(APA)
Quelle: © derStandard.at