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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
06. April 2006
19:38 MESZ
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2006beaufort.be  
Foto:  APA/dpa/ Antje Lorscheider
Elefantenherde des südafrikanischen Künstlers Andries Botha am Strand des belgischen Küstenortes Oostende

Kunst-Parade entlang der belgischen Küste
Großformatig: 20 Skulpturen und Installationen international bekannter Künstler bei "2006 Beaufort"

Oostende - Riesenspinne, Astronaut, Riesenbabys: Urlauber staunen nicht mehr nur über die massiv mit Wohnblocks verbaute belgische Küste, sondern auch über prominente zeitgenössische Kunst. Auf den 65 Küstenkilometern zwischen der niederländischen und französischen Grenze treffen Belgienbesucher bis zum 1. Oktober auf insgesamt 20 Skulpturen und Installationen international bekannter Künstler.

"2006 Beaufort", so der pfiffige Titel des nach Windstärken benannten Kunstprojektes, ist die zweite Ausgabe der erstmals 2003 organisierten "Triennale für zeitgenössische Kunst am Meer". Neben der Freiluftkunstlandschaft an der Küste zieren auch Kunstwerke Kirchen der Region.

Kein Saddam

Zu den diesjährigen Highlights des Kunstparcours zählt die großformatige "Maman" (Mutter) als Schöpfung der Grande Dame des Surrealismus, Louise Bourgeois. Aus neun Metern Höhe wacht ihre schwangere Riesenspinne auf acht krummen Beinen über dem schlichten Grab eines der berühmtesten belgischen Künstler: James Ensor (1860-1949). Genau so wie die riesige Spinnenmutter ist auch Jan Fabres "Astronaut" auf dem Dach des Casinos von Oostende einen Blick wert.

Durch den Nachbarort Middelkerke krabbeln drei antlitzlose Cyber-Babys, die David Cerny vom Dach des Casinos und dem Damm der Promenade aus ihre Umgebung entdecken lässt. Sie sind jedoch nur Ersatz für das ursprünglich geplante Kunstwerk. Denn Cernys gefesselter Diktator Saddam Hussein, der nackt in einem Aquarium dümpelt, war dem Bürgermeister des Ortes als Außenarbeit zu skandalträchtig und ist deshalb nur in der Begleitausstellung des Museums für Moderne Kunst in Oostende zu sehen. (APA/dpa)


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