Salzburger Nachrichten am 8. Oktober 2005 - Bereich:
Sechste Lange Nacht der Museen am Samstag

Die "Lange Nacht der Museen" erfreut sich Jahr für Jahr wachsenden Publikuminteresses, zuletzt kamen 280.000 Menschen in die Museen. Heuer findet der vom ORF veranstaltete Kulturevent am 8. Oktober - wie gewohnt von 18.00 bis 1.00 Uhr in der Früh - zum sechsten Mal statt.

Mit rund 500 teilnehmenden Museen, Galerien und anderen Veranstaltungsorten übertrifft die 6. "Lange Nacht" die Zahlen des Vorjahres. Auffallend sind einige Veränderungen zum vergangenen Jahr: Nicht dabei ist in diesem Jahr ein Großteil der Nationalbibliothek, dafür öffnen Locations wie die Historyworld, die Galerie Belvedere, Mozarts Wohnhaus sowie das neue Museum am Mönchsberg in Salzburg ihre Pforten.

In Liechtenstein wird das Liechtensteiner Landesmuseum und in Südtirol das Rudolf Stolz Museum in Sexten offen halten. Als Pilotprojekt gibt es in Wien heuer den Kinderpass: Die kleinen Museumsbesucher werden animiert, Museen mit Kinderprogramm zu besuchen, wo sie sich Stempel abholen, für die sie am Wiener Heldenplatz beim Treffpunkt Museum eine kleine Überraschung erhalten.

Auch weitere neue Hot Spots hat Wien zu bieten: Erstmals dabei ist die Albertina, die sich in den Jahren zuvor aus "Kapazitätsgründen" nicht in der langen Liste der großen und kleinen Museen fand. Zwischen den zahlreichen traditionellen Ausstellungen finden sich auch besondere Schwerpunkte: Ganz im Zeichen Japans steht etwa das Museum Angewandter Kunst (MAK). Von japanischen Henna-Tattoos, Origami-Basteln, einem Haiku-Workshop über Umgangsformen und Faux-Pas der Europäer in Japan bis hin zu Filmvorführungen und Maki-Kreationen erlebt der Besucher eine japanische Nacht.

Zum ersten Mal öffnet der Otto-Wagner-Pavillon seine Tore für Besucher mit einer spannenden Schau: In der Studie "Die Großstadt" entwickelte der Jugendstil-Architekt im hohen Alter radikale Ideen für eine künftige unbegrenzte, regelmäßige und nach praktischen Erfordernissen angelegte Megastadt.