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derStandard.at | Kultur | Bildende Kunst 
03. Mai 2006
23:47 MESZ
Magazin 4, Bergmannstraße 6, 6900 Bregenz, (05574) 410-1511. Mi-Fr 16-19, Sa-So 12-16 Uhr.

Bis 4. 6. 

Italienischer Minimalismus
Ausstellungsreihe "Eco Oltremonte / Echo - Jenseits der Berge" in Bregenz

Der Kurator Oscar Sandner ("Am Horizont des Sehens") ist ein Mann von klassischer Bildung und einem Faible für die Stadt Rom, in der er über hervorragende Kontakte verfügt. Die ließ er nun für seine neuste Ausstellungsreihe Eco Oltremonte / Echo - Jenseits der Berge spielen. Zum Auftakt lud er drei italienische Künstler mittleren Alters und gehobenen Renommees nach Vorarlberg, die in Bregenz ein "Gesamtkunstwerk" (Sandner) eingerichtet haben.

Mario Airò verbarrikadierte die Fenster des Hauses mit Holzplatten, in denen Schriftzüge mit Gedichten von Walt Withman ausgeschnitten sind. Bruna Esposito platzierte eine kugelige Alabasterlampe und verteilte zwölf Marmorkugeln im Raum. Massimo Bartolini zeigt zwei Videos und installierte vor einem offenen Fester eine Art Sprungbrett mit Stuhl darauf.

Alles in allem eine karge Angelegenheit. Hier ist die Lektüre des Kataloges (erhältlich um neun Euro) eine wichtige Voraussetzung für den Kunstgenuss. Nicht von ungefähr erwähnt der Kurator darin die Traditionen der Arte povera und den Hang italienischer Künstler zu Reflexion und Vereinfachung.

Es wirkt prompt wie Vorwärtsverteidigung, wenn Oscar Sandner, der ja sein Vorarlberger Publikum kennt, Claude Lévi-Strauss zitiert (und infrage stellt): "Ich mag die Maler nicht, die aus ihrer Malerei eine Philosophie machen." (mh/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4.5.2006)


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